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Neu Gelesen

Annette Danielsen: Inspiration Bali.

Doris Fischer: Flechten, Färben, Schnitzen. Werken und Bushcraft mit Pflanzen aus Wald und Wiese.

Elisabeth Etz, Nini Spagl: Ein Baum kommt selten allein.

Der Herbst kann kommen!

Es ist deutlich herbstlicher als noch vor ein paar Wochen. Schon hole ich mein Strickzeug heraus und beginne zu grübeln. Was mache ich, wenn Garten und Obstwiese mich nicht mehr allwöchentlich fordern? Diesmal stelle ich drei unterschiedliche Bücher vor, die alle wunderbare Herbstalternativen bieten. Für die Nadeln Annette Danielsens Inspiration Bali für draußen Doris Fischers Flechten, Färben, Schnitzen. Werken und Bushcraft mit Pflanzen aus Wald und Wiese und für den Nachwuchs Elisabeth Etz‘ und Nini Spagls Ein Baum kommt selten allein.

Tropische Maschen

Tropische Nächte, hohe Luftfeuchtigkeit, drückende Hitze. Wenn ich an Bali denke, sehe ich mich nicht stricken. Gottseidank heiße ich nicht Annette Danielsen. Denn dann gäbe es ihr wundervolles Buch „Inspiration Bali. Stricken mit Annette Danielsen“ nicht. Danielsen holt ihre Inspirationen aus dem Alltag, der sie umgibt. Diesmal erinnert sie sich an ihre Backpacker – Urlaube in Bali. Gleich ein einer impressionistischen Künstlerin fängt sie Farben und Muster in ihren Designs ein.

Beginnend mit den rauchgrauen Lavastrukturen des Vulkans Agung, den sie in einer Longjacke verewigt, führt sie durch die tropische Fauna. Die Muster passen genial gut und sind auf unterschiedlichen Schwierigkeitslevels gehalten. Auch das hüftkurze Strickjäckchen namens „Blaue Hortensie“ mit blassblauen kleinen Sternblüten passt perfekt. Danielsen strickt Fischschwärme, Mangroven und Körbe, ein Muster ist schöner als das andere. Sie kumulieren in erdig-bunten Farbtönen des Pullovers „Markt“, der die exotischen Gewürze im Gewirr irdener Gefäße spiegelt. Stricken wir uns in den Urlaub!

Bushcraft für Große und Kleine

Wer es lieber handfest mag, kann sich bei Doris Fischer in „Flechten, Färben, Schnitzen“ Anregungen holen. Fischer arbeitet sich von A-Z durch Baum- und Pflanzenarten durch, denen wir im Alltag begegnen könnten. Von Ahorn bis Wiesenkerbel gibt es Anregungen zum Kochen, Flechten, Spielen, Basteln und Färben. Dabei ist das Verhältnis von kindlichem und Erwachsenenverständnis sehr ausgewogen.

Körbe flechten, Garne und Textilien einfärben oder einfach nur schlemmen und spielen wie vor zweihundert Jahren – gerade für unseren schönen Sommer und Herbst ist dies ein ideales Begleitbuch. Wer wie ich sommers wiesenbedingt wenig Zeit hat, findet genügend Anleitungen für Januar und Februar, die sich auch dann ohne Lagerung durchführen lassen. Schließlich mussten auch die Korbflechter ihre Arbeitszeiten einteilen. Eine ideale Begleitung durchs Jahr also!

Den Wald mit lauter Bäumen sehen

Bäume sind für unsere Welt sehr wichtig. Sie sind groß und mächtig, zusammen ergeben sie einen Wald. Sie sind außerdem kompliziert aufgebaut, ganz unterschiedlich, kommunizieren untereinander und treiben völlig verrückte Sachen. Elisabeth Etz und Nini Spagl haben mit „Ein Baum kommt selten allein“ ein Mitmachbuch für Kinder ab sechs Jahren geschaffen, das seinesgleichen sucht. Wo gibt es überhaupt Bäume? Ab wann ist ein Baum ein Baum?

Die Autorinnen begeben sich mit ihren kleinen Lesern auf eine weltweite Entdeckungsfahrt. Sie machen das, was Kinder so lieben: Superlative finden. Der älteste Baum, der höchste Baum, der kleinste Baum. Oder komplizierte Details erklären, wie die Photosynthese. Vor allem nehmen sie ihre Leser ernst und erklären kindgerecht die komplizierten Zusammenhänge zwischen Ökosystem und Mensch. Viele Anregungen zum Ausmalen, Einkleben oder Handeln nehmen die Angst vor der eigenen Machtlosigkeit. Ein großartiges Buch!

Titelangaben:

Annette Danielsen: Inspiration Bali.

Münster: LV-Buch, 2021. 132 Seiten, 26 €.

Doris Fischer: Flechten, Färben, Schnitzen. Werken und Bushcraft mit Pflanzen aus Wald und Wiese.

Aarau: AT-Verlag, 2017. 256Seiten, 29 €.

Elisabeth Etz, Nini Spagl: Ein Baum kommt selten allein.

Wien: Leykam Buchverlag, 2022. 144 Seiten, 22 €.

Neu Gelesen

Maria Kapeller: Lovely Planet. Mit dem Herzen reisen und die Welt bewahren.

Marie & Julius Feldt: Nachhaltige und einfache Camping- Küche.

Anina Gepp: Vantastic Kitchen.

Kevin Rechsteiner: Wohnmobil! Camper-Ausbau und Vanlife

Urlaub mit Herz und Verstand

Die Ferienzeit naht, Urlaubspläne werden allerorts geschmiedet. Dieses Jahr mit einem besonders schlechten Gewissen. Urlaub, während in Europa Krieg herrscht? Mitten im verheerenden Klimawandel, der ganze Ortschaften vernichtet? Maria Kapeller zeigt in Lovely Planet , dass es auch anders geht. Marie und Julius Feldt liefern dazu in Nachhaltige und einfache Camping- Küche die passenden Rezepte. Wer’s definitiv lieber vegan mag, kocht mit Anina Gepp in Vantastic Kitchen achtsam leckere vegane Rezepte fürs Camperleben. Damit selbiges überhaupt erst möglich wird, stellt Kevin Rechsteiner in Wohnmobil!

In Lovely Planet reist Maria Kapeller mit dem Herzen. Natürlich in Anklängen an die „Lonely Planet“ Reihe, die in massentauglichem Kommerz erschwinglichen Rückzug für alle in erbauliche Idyllen suggeriert. Nein, das gibt es nicht, stellt Maria Kapeller schnell klar. Nicht mit unserem Reiseverhalten, nicht auf diese Art und Weise. Für ihr Buch hat die polyglotte Bloggerin Wissenschaftler und Reisende befragt.

Gibt es nachhaltigen Tourismus? Jein. Zum letzten Mal: Flugreisen sind schlecht. Schlecht für die CO2 Bilanz, schlecht fürs Klima, am Ende schlecht für den Geldbeutel. Die externalisierten Kosten unseres Erholungsbedürfnisses zahlen die Einwohner von verwüstenden Regionen mit verunreinigtem Wasser, Plastikmüll und prekären Arbeitsverhältnissen. Kein „Weiter so“ also. Dafür viel Nachdenken über eigene Bedürfnisse, über Erholung an sich, über die Schönheit, die ganz nah liegt. Ein Tolles Buch für Camper, Wanderer und Bahnliebhaber, ein böses Erwachen für Pauschaltouristen nach Thailand.

On the road again

Marie und Julius Feldt lassen es in Nachhaltige und einfache Camping- Küche langsam angehen. Sie sind mit einem Campervan unterwegs und leben nachhaltig und minimalistisch. Deshalb wird im Buch auch Wert daraufgelegt, nur das Wichtigste zu benutzen. Eine Liste an Küchenausstattung und Basiszutaten gehört dazu genauso wie ein Überblick über die Regelungen zum Campen in Europa. Insofern ist das Buch ideal für alle Camping- Einsteiger.

Die zwei Feldts kochen bekannte Gerichte campingtauglich nach und es wird schnell klar, dass es an nichts fehlt. Obwohl nicht vegetarisch, kommt viel Gemüse auf den Tisch. Das meiste wird in der Pfanne gebraten und gebacken. Dadurch sind die Gerichte sehr alltags- und familientauglich, vieles kennt man aber auch. Vor allem bekommt man eine gute, nachahmbare Anleitung für nachhaltiges Campen in die Hand gedrückt, die sicher funktioniert.

Vanlife

Anina Gepp hat ihre große Züricher Wohnung gegen einen Campervan getauscht. Sie wollte nach ihrem Studium bewusst minimalistischer und bewusster leben. Ihre Rezeptesammlung ist gleichzeitig ein sehr persönliches Bekenntnis. Zur Nachhaltigkeit, zur Langsamkeit, zum fleischlosen Genuss. Dabei legt sie Wert auf raffinierte Rezepte, mit denen sie Geschichten und Emotionen verbindet. In einem charmanten, persönlichen Erzählstil führt sie durchs Camperleben.

Schnell wird vor allem mir klar: für Familie ist hier wenig Platz. Im Wortsinn. Alles hat seine Ordnung, auch die Art, wie Gepp kocht, wirkt streng und strukturiert. Eher schlecht für den Alltagswahnsinn. Aber bestimmt prima zum bewussten Entschleunigen. Gepp kocht gern frisch und kauft, wenn möglich, auf lokalen Märkten ein. Viele bekannte Rezepte münzt sie in vegan um. Smoothie Bowls, jede Menge Salate, wenig Süßes, viel Reis, Pasta und Kartoffeln. Sie backt sogar Brot und Kuchen im Van, und das ganz ohne Ofen. Man hat große Lust, ihr auf ihr Dauerretreat zu folgen.

Camper-Ausbau und Vanlife

Ein großes Praxisbuch kündigt Kevin Rechsteiner bereits im Titel von „WohnMobil!“ an. Besonders praktisch finde ich es aber nicht. Hauptsächlich stellt er verschiedene Instagrammer und Blogger vor, die sich aufs Vanlife verlegt haben. Tatsächlich ist es schön zu sehen, wie die verschiedensten Vans zu Campervans umgebaut wurden und wie persönlich sie innen gestaltet sind. Ganz zu schweigen von traumhaften Reisefotos.

Aber der Praxisanteil beschränkt sich auf eine Spalte in jedem Kapitel, in dem technische Details und die passende Internetadresse zu den Eigentümern angegeben sind. Mich würde der Bauprozess interessieren, ich hätte gern Pläne und Details, gern für die einzelnen Fahrzeugtypen. So sehe ich zwar, wie mein VW Bus aussehen könnte, aber planen und entwerfen darf ich selbst. Dafür gibt es im letzten Drittel dicke Werbung für Betriebe, die Vans umbauen. Und auf den letzten 10 Seiten endlich Details zu Stromversorgung, Wassertanks, Reichweitenberechnung etc. Hmpf.

Titelangaben:

Maria Kapeller: Lovely Planet. Mit dem Herzen reisen und die Welt bewahren.

Wien: Verlag Kremayr & Scheriau, 2022. 224 Seiten, 23€.

Marie & Julius Feldt: Nachhaltige und einfache Camping- Küche.

Ostfildern: Jan Thorbecke Verlag, 2022. 152 Seiten, 24€.

Anina Gepp: Vantastic Kitchen

Aarau: AT-Verlag, 2022. 224 Seiten, 26€.

Kevin Rechsteiner: Wohnmobil! Camper-Ausbau und Vanlife.

Aarau: AT-Verlag, 2022. 250 Seiten,  29,90€.

Es grünt so grün

Am Ende bleib ich beim Grün hängen. Im Garten, wenn im Frühling alles nach draußen drückt und ich grad noch so Bohnenpyramide und Ollas verbuddelt kriege, ist Grün die dominierende Farbe. Vielleicht noch mit Gelb. Und wie es der Zufall will, möchte ich für meine Schwester eine Babydecke stricken. Schon wird auch sie grün, mit einer kleinen Schafherde, damit ein bald ankommendes Schäfchen nicht friert. Wie immer, ohne Plan und Konzept drauflos gestrickt. Das wurde die größte Babydecke der Welt.

Egal, vom Rest kann ich noch eine Decke für den Laden stricken. Und wenn mir die Spinnerei zu langweilig wird, verwurschtle ich die Wolle zu zarten Elfen. In Gelb. Und Grün. Was sonst.

Mittlerweile tauche ich in den Sommer ein. Neue Projekte hüpfen auf die Nadeln. Was mich begleitet: Gelb und grün. Gibt’s doch nicht.

Neu Gelesen

Carolin Jahn: Vom Garten auf den Teller.

Hugh Fearnley-Whittingstall: Viel mehr vegetarisch.

Tracy, Dana, Lori & Corky Pollan: Hauptsache pflanzlich. 101 leckere Rezepte der Pollan – Familie für Flexitarier

Carlo Bernasconi, Juliette Chrétien: Helvetia Vegetaria. Vegetarische Rezepte aus der Schweiz.

 

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Es grünt so grün

Grün ist gut. Im Leben, auf dem Teller, in der Wohnung. Längst sind Bücher, die sich mit Garten und vegetarischer Ernährung befassen, nicht mehr an einzelne Zielgruppen gerichtet. Das sieht man wunderbar an Carolin Jahns „Vom Garten auf den Teller“ oder an den Rezepten des Gemüselandwirts Hugh Fearnley-Whittingstall in „Viel mehr vegetarisch“. Aber auch die Flexitarier Tracy, Dana, Lori und Corky Pollan zeigen in Hauptsache pflanzlich. 101 leckere Rezepte der Pollan – Familie für Flexitarier, dass es Zeit ist, Schubladen zu öffnen und nie wieder zu schließen. Schließlich demonstrieren Carlo Bernasconi und Juliette Chrétien mit Helvetia Vegetaria. Vegetarische Rezepte aus der Schweiz, dass seit alters her ein Großteil unserer Ernährung vegetarisch war.

Praktikabel in allen Alltagen

Das Schöne an Carolin Jahns „Vom Garten auf den Teller“ ist, dass es ein alltagstaugliches Buch ist. In einer Familie müssen Dinge und Abläufe nicht nur schön sein oder gesund, vor allem müssen sie auch funktionieren. Deshalb finden sich im Buch auch so viele Rezepte, die Anklänge an die eigene Kindheit bringen. Jahn meidet Exoten und setzt auf das, was alle mögen: Erdbeeren, Tomaten, Salat und co.

Sehr praktisch fand ich auch die Aufteilung nach Jahreszeiten. Denn im eigenen Garten wachsen Erdbeeren nunmal nicht im Winter. Deshalb gibt es auch keine Rezepte für Mangos oder Melonen oder Avocados, egal wie trendig sie sind. Wer mag, findet außer den liebevoll inszenierten Rezepten auch noch viele nützliche Tipps rund um Küche und Garten. Samenbomben, Ollas, Kräutertee. Für den Garten kann man so viel machen und von ihm lässt sich für alle so sehr profitieren. Ein wunderbares Buch auch für Familien mit kleinen Kindern und dem ersten eigenen Familiengarten.

Damit die Tische sich biegen

Hugh Fearnley-Whittingstalls „Viel mehr vegetarisch“ ist eine Orgie an grün-bunten Leckereien. Sein in der Einführung erklärtes Ziel ist die Schaffung barock-orientalischer Genusserlebnisse mit rein vegetarischen Gerichten, die zudem ohne große Zugabe von Mehlprodukten funktionieren. Allein diese Prämisse ist spannend. Man denkt, was bleibt als Beilage – Kartoffeln? Und dann kredenzt Whittingstall ein originelles Rezept nach dem anderen.

Vor allem darf man bei den zweihundert leckeren Rezepten keine Berührungsängste haben. Ein „Rhabarber-Apfel-Grünkohl-Tartar“? Hätte ich nie kombiniert. Schmeckt berauschend. „Karotten-Hummus“ – ein No-Go? Keineswegs. Vor allem mediterrane, orientalische und fernöstliche Gewürze und Aromen verfeinern die vielen Rezepte. Es gibt Eintöpfe, viel Gebratenes, Aufläufe, Rohkost und Frühstücksrezepte. Alles ohne Mehl. Dafür viel mehr Gemüse, Hirse, Buchweizen, ein paar Kartoffeln und Vollkornreis oder Quinoa. Ohne Zweifel mein Lieblingskochbuch für die nächste Gartensaison und selbst für versierte vegetarische Köche ein großartiges Geschenk.

Einmal für alle

In der Pollan-Familie gibt es alle Geschmacksrichtungen: Omnivor, vegetarisch, vegan, flexitarisch. Wenn sich also hier die Großfamilie über drei Generationen trifft, müssen die Tische variantenreich gedeckt sein. Sammelt man die Lieblingsgerichte, entsteht ein multikulturelles Potpourri an Rezepten, die sich vor allem durch ihren prinzipiellen Reichtum an Gemüse auszeichnen. Bei den Pollans wird so gekocht, dass Fleisch mittlerweile nur noch als Beilage auf den Tisch kommt.

Flexibel und schnell

Dabei zeichnet die amerikanische Familie auch der Hang zur Praktikabilität aus. Gut soll es schmecken, viel Gemüse soll es sein und schnell soll es fertig gestellt sein. Die Puristen rümpfen da vielleicht die Nase, wenn Tortillas nicht selbst gemacht werden und auch die Salsa gekauft ist – familien – und alltagstauglich sind die Rezepte allemal. Vielleicht muss man hie und da etwas umdenken – es werden viele US-Marken genannt, aber die Rezepte sind auf jeden Fall wert, ausprobiert zu werden!

Nichts Neumodisches

Carlo Bernasconi und Juliette Chrétien konzentrieren sich in Helvetia Vegetaria. Vegetarische Rezepte aus der Schweiz auf althergebrachte Rezepturen. Viele davon sind nicht nur in der Schweiz, sondern im gesamten süddeutschen und alpenländlichen Raum bekannt, wenn auch unter anderen Namen. So erhält man nicht nur eine historische Führung durch alte Kulinaria, sondern man darf anhand dieses äußerst geschmackvollen und liebenswert gestalteten Kochbuches in die Geschichte der Vorfahren eintauchen.

Die Kapitel sind unterteilt in die Regionen der Schweiz und hier zeigt sich auch schnell die angestammte multikulturelle Prägung durch italienische und französische Einflüsse. Mir gefällt auch die Konzentration auf herzhafte Mehlspeisen, wie sie in Süddeutschland heißen. Sie sind alle absolut nachkochbar und schon beim Lesen läuft einem das Wasser im Mund zusammen. Kräutersuppen, Zwiebelwähen, viel mit Appenzellerkäse, natürlich Rösti, Kartoffel-Gulasch oder Capuns, die wir zuhause „Krautwickel“ nennen. Bernasconi kocht mit dem, was traditionell angebaut wird. Aus der gefühlt kargen Armeleuteküche werden so leckere Mahlzeiten, die an warmen wie kalten Tagen satt und glücklich machen.

Titelangaben:

Carolin Jahn: Vom Garten auf den Teller.

Ostfildern: Jan Thorbecke Verlag, 2022. 200 Seiten. 29 €.

Hugh Fearnley – Whittingstall: Viel mehr vegetarisch.

Aus dem Englischen von Susanne Bonn.

Aarau: AT-Verlag, 2018. 416 Seiten. 28 €.

Tracy, Dana, Lori & Corky Pollan: Hauptsache pflanzlich. 101 leckere Rezepte der Pollan – Familie für Flexitarier

Aus dem Englischen von Anne-Katrin Grube.

Kandern: Unimedica Verlag, 2019. 296 Seiten. 26,80€.

Carlo Bernasconi, Juliette Chrétien: Helvetia Vegetaria. Vegetarische Rezepte aus der Schweiz.

Aarau: AT-Verlag, 2017.264 Seiten. 45 €.

Bye April

Gut, dass ich den durchwachsenen April loswerde. Zwischendurch aber passte er wunderbar in meine weiße Phase. Nach dem bunten Jahreswechsel wünschte ich mir Ruhe. Dank des Schnees hatte ich nicht nur die, sondern auch ewig viel quietschende Kinder.

Meine Jungs rodelten. Wir haben uns einfach ins Auto gesetzt, zwei Tafeln Schokolade und zwei Thermoskannen Tee eingepackt, zwei Bobs von Oma dazugeworfen und sind los. Mann, war das kalt. Nach zehn Minuten half nur noch: Mitrodeln!

Und so sieht mein Garten aus, wenn das Aprilwetter Schnee schickt! Gut, dass wir noch nicht gepflanzt hatten, mich juckte es schon so sehr in den Fingern!

Wie gesagt, der weißen Phase tat es gut. Ich habe endlich mein Tuch fertig gestrickt. Das Muster stammt aus einem Rezensionsexemplar – Coffeehouse Knits!

Es ist ganz schön groß geworden. Und sehr weiß im bunten Laden.

Perfekt passend dazu mein handgesponnenes Baumwollgarn, das mich viel mehr gefuchst hat, als ich je geglaubt hätte. Zur Entspannung verspinne ich jetzt erst mal Merino…..

Es war gar nicht so leicht, ein feines Garn zu bekommen. Jetzt ist es halt robust. Sonst mach ich alles immer ganz dünn. Verrückt.

Und mal nicht für den Laden: ich brauche dringend einen neuen Wäschekorb im Bad. Zwar steht der alte Papierwäschekorb nach drei Jahren noch (hätte ich auch nicht gedacht), aber er verliert so langsam seine Form. Und eigentlich ist er mir zu groß…..

Neu Gelesen

Bruno P. Kremer: Schmetterlinge in meinem Garten.

Claudia Steinschneider, Ute Stückler- Sattler: Ausgegraben. Süßkartoffel, Yacon & Co. Das große Garten- und Kochbuch.

Melissa K. Norris: Selbstversorgung aus dem Familiengarten.

Eliot Coleman: Die Biogarten- Bibel. Das Standardwerk der Selbstversorgung vom Pionier des Ökolandbaus.

Raus mit uns

Es wird Zeit, dass wir den Wintermief hinter uns lassen und endlich nach draußen gehen. So locken Bruno P. Kremers Schmetterlinge in meinem Garten mit den freundlich- bunten Gästen unserer Region, während Claudia Steinschneider und Ute Stückler- Sattler in  Ausgegraben. Süßkartoffel, Yacon & Co. Das große Garten- und Kochbuch ihrer Vorliebe für Wurzeln frönen. Melissa K. Norris‘ Selbstversorgung aus dem Familiengarten und Eliot Colemans Die Biogarten- Bibel. Das Standardwerk der Selbstversorgung vom Pionier des Ökolandbaus schließlich bringen uns ernsthaft dazu, die neuen Gartenpläne begeistert anzugehen.

Falterfreundlich gärtnern

Sie fliegen nicht mehr, die kleinen bunten Geschöpfe einer unbeschwerten Mutter Natur. Als Kind habe ich noch auf Möhrenpflanzen Schwalbenschwänze gezüchtet. Mittlerweile freue ich mich über jeden Kohlweißling, den ich sehe. In der Stadt mag das alles noch viel dramatischer sein als auf dem Dorf, in dem ich aufgewachsen bin. Doch Schmetterlinge im Garten möchte ich schon wieder haben. Damit mir das gelingt, kann ich den Anweisungen des Biologen Bruno Kremer folgen.

 In „Schmetterlinge in meinem Garten“ stellt er nicht nur die hübschen Falter vor, sondern legt auch dar, wie man helfen kann, sie zum Bleiben und Wiederkehren zu bewegen. Falter und ihre Wirts- und Nektarpflanzen werden aufgelistet und gleich dazu gibt es praktische Bepflanzungspläne für Gärten. Am liebsten mag ich Kremers Argument, dass ein einzelner Gartenbesitzer zwar nicht die Welt ändern kann, theoretisch aber all die kleinen Gärten in Siedlungsgebieten zusammen ein riesiges Biotop geben könnten. Tiere retten kann so einfach sein!

Schätze ausbuddeln

Kartoffeln kann jeder. Weder neuerdings etwas auf sich hält, buddelt andere Schätze aus. Süßkartoffelpommes sind längst in aller Munde, Topinambur und Knollenziest sind nicht unbekannt. Aber kann man Exoten wie Yacon und Taro auch außerhalb exklusiver Händlerregale finden? Vielleicht sogar im eigenen Garten? Wie und ob das gelingt, haben die Biologinnen Claudia Steinschneider und Ute Stückler- Sattler untersucht.

Sie bauen in Österreich in einer Versuchsstation für Spezialkulturen seltene Sorten an und kollaborieren für dieses Buch mit ausgewählten Landwirten in Österreich. Gleichzeitig heißt das: was dort funktioniert, geht auch im eigenen Garten. Wenn man will. Die Biologinnen betrachten die neuen Superfoods ganz genau und geben wertvolle Informationen zu Anbau, Nährstoffgehalt, Vermarktung und Verwertung. Wer genau hinschaut erfährt, welche Sorte für den eigenen Garten geeignet sein könnte oder wo der Anbau zu aufwändig ist. Bodenständige Rezepte im Anhang garantieren kulinarische Erfolge. Mein Geheimtipp: Süßkartoffeln und Topinambur lohnen sich auf jeden Fall!

Neue Bibel für Selbstversorger

Schwer beeindruckt hat mich Melissa K. Norris‘ Selbstversorgung aus dem Familiengarten. Nicht, dass es nicht schon genug schöne Bücher zum Thema Selbstversorgung und Gemüsegarten gäbe. Und so wiederholt sich auch bei Norris hie und da das eine oder andere. Bisweilen ist auch hinderlich, dass die amerikanische Familienmutter und Gärtnerin einen Podcast betreibt und ganz gezielt für ihr amerikanisches Publikum schreibt.

Seisdrum. Denn die Redaktion hat sich viel Mühe gemacht und den Titel an das deutsche Publikum angepasst. Wirklich genial nämlich sind die Tabellen und Arbeitsblätter, die Norris über ihren Wälzer verstreut. Was brauche ich denn wirklich pro Person, wenn ich mich selbst versorgen möchte? Wieviele Tomatenpflanzen, wieviele Erdbeeren etc. Mit Norris‘ praktischen Tipps und Listen ist der eigene Bedarf schnell gedackt, die flapsig-fröhliche Erzählweise macht zudem richtig Lust auf Gartenarbeit. Also, ein Buch, das auf jeden Fall viele Jahre nützlich sein wird!

Standard für Biobauern

Wenn Eliot Coleman in der deutschen Übersetzung von seinem Werk als einer „Biogarten-Bibel“ spricht, suggeriert er dem Leser damit eine Beiläufigkeit, von der in diesem Buch nichts zu finden ist. Hände weg also, liebe Hobby- oder Erstgärtner, von seinem Grundlagenwerk. Coleman schreibt nicht für Häuslesbesitzer, die am Wochenende Schaufel und Harke schwingen. Er richtet sich dezidiert an Bauern und solche, die es werden wollen.

Wenn also die richtige Zielgruppe gefunden ist, hält man einen Schatz in Händen. Coleman ackert alles ab: Bodenbearbeitung, Brachland, Weidewirtschaft, Marketing, Saisonverlängerung und Düngemittel. Sogar ein Kapitel für Werkzeuge in der Landwirtschaft gibt es. Alles untermalt mit schönen Zitaten, anschaulichen Grafiken und griffigen Quellenbelegen. In seiner Vollständigkeit ist dieses Buch also ein selten gelungenes Exemplar – eben nur nicht für jeden.

Titelangaben:

Bruno P. Kremer: Schmetterlinge in meinem Garten.

Bern: Haupt Verlag, 2018. 208 Seiten, 29,90€.

Claudia Steinschneider, Ute Stückler- Sattler: Ausgegraben. Süßkartoffel, Yacon & Co. Das große Garten- und Kochbuch.

Aarau: AT-Verlag, 2022. 200 Seiten, 29,90€.

Melissa K. Norris: Selbstversorgung aus dem Familiengarten

Kandern: Unimedica Verlag, 2022. 232 Seiten, 22,90€.

Eliot Coleman: Die Biogarten- Bibel. Das Standardwerk der Selbstversorgung vom Pionier des Ökolandbaus.

Kandern: Unimedica Verlag, 2022. 376 Seiten, 24,80€.

Neu Gelesen

Michaela Müller: Bunte Bücher. Muster gestalten, Einbände drucken, Bücher binden.

Petra Paffenholz: Buchbinden im japanischen Stil.

Petra Paffenholz: Buchbinden für Kinder.

Schöne Bücher selbst gemacht

Während draußen kalte Winde und nervenaufreibende Viren ihr Spiel treiben, kann man es sich drinnen bei Tee und Buch so richtig gemütlich machen. Für alle, denen das Lesen zu viel wird und die sich ans Schreiben und Gestalten wagen wollen, haben Petra Paffenholz und Michaela Müller die perfekte Lektüre verfasst. In „Bunte Bücher. Muster gestalten, Einbände drucken, Bücher binden“Buchbinden im japanischen StilundBuchbinden für Kinder“werden verschiedene Aspekte der uralten Handwerkskunst vorgestellt und in wunderschöne, zeitgenössische Projekte umgewandelt.

Lust am Spiel

Michaela Müller gibt sich in „Bunte Bücher. Muster gestalten, Einbände drucken, Bücher binden“der Lust am kreativen Farbenspiel hin. Die Graphikdesignerin und Bloggerin (www.muellerinart.blogspot.com) liebt Bücher und gestaltet sie am liebsten selbst. In „Bunte Bücher“ gibt es keine langwierigen Einführungstexte, von Anfang an geht es ums kreative Ausprobieren. Das lässt fast vergessen, wie hochwertig und liebevoll der Band durch den Haupt-Verlag herausgegeben wurde.

Bei MüllerinArt kommen alle auf ihre Kosten. Michaela Müller bedruckt kleine Notizhefte und bindet komplexe Fotoalben. Sie klebt mit Buchbinderleim und führt in die koptische Bindung ein. Zwischen ihren Seiten kann man sich verlieren. Meist druckt Müller mit unterschiedlichsten Techniken von Stempeldruck bis zu Siebdruck zuerst Musterpapiere, die sie aufhebt, bis sie mit Buchbinderleinen zu einem gebundenen Schatz werden. Deshalb werden sogar Kartons liebevoll bedruckt und für die Motivpapiere vorbereitet.

Alte Handwerkskunst

Petra Paffenholz betrachtet in „Buchbinden im japanischen Stil“ einen anderen Blickwinkel des Buchbindens. Ihr geht es um die Vermittlung einer uralten japanischen Kulturtechnik und deren Transformation in die Moderne. Ihre nahtgebundenen Bücher mit Gelenk sind wunderschön und in unterschiedlichsten Schwierigkeitsstufen herzustellen. Dabei führt sie behutsam und gekonnt in das alte Kunsthandwerk ein.

Zehn Jahre braucht man, um in der japanischen Technik ein Meister zu werden. Betrachtet man Paffenholz‘ Werkbeispiele, die in jahreszeitlich passenden Motiven gegliedert sind, glaubt man dies sofort. Dieses Buch ist nichts für schnelle Projekte, hier will mit Liebe und Geduld gestaltet werden. Allein der Entwurf eines Buches und des passenden Umschlags kann dauern. Großartig ist, dass die Projekte zwar aufwändig, aber machbar auch für Laien sind. Ideal für alle, die gern mit Handarbeit entspannen und den Kopf frei bekommen wollen.

Schöne Bücher für kleine Leute

Während bibliophile Erwachsene in den Werken von Müller und Paffenholz schwelgen dürfen, gibt es auch etwas Buchgenuss für kleine Hände. Petra Paffenholz hat mit „Buchbinden für Kinder“ ein kompaktes Werkbuch geschrieben, das viele der oben erwähnten Techniken in sich vereint. Gemeinsam ist ihnen, dass alle komplexen Arbeitsschritte vereinfacht wurden und so absolut durchführbar für Kinder sind.

Wer also den nächsten Kindergeburtstag für Bücherwürmer gestalten möchte, bekommt viele fröhliche Vorschläge, Bücher kindgerecht zu binden. Heftungen, Faltungen, Leporellos, japanische Bindungen – alles ist auch für Kinder möglich. Gern greift Paffenholz beim Material dabei auf Dinge zurück, die im Haushalt vorhanden sind – vom Pappteller bis zu Schaschlikspießen und Cornflakesverpackungen. Damit lassen sich Adventskalender, Spionagehefte, Geheimnisbücher und Fotoalben in rauen Mengen herstellen.

Alle drei Bücher sind im detailverliebten Haupt-Verlag erschienen. Einmal mehr beweisen sie, dass es mehr als nur Papier einbringt, wenn man Bücher besitzt und selbst gestaltet. Personalisierte Handwerkskunst für alle Altersklassen bereichert unseren vermehrt digitalisierten Alltag. Schön, dass es Bücher gibt!

Titelangaben:

Michaela Müller: Bunte Bücher. Muster gestalten, Einbände drucken, Bücher binden.

Bern: Haupt-Verlag, 2017. 192 Seiten, 29,90 €.

Petra Paffenholz: Buchbinden im japanischen Stil.

Bern: Haupt-Verlag, 2019. 224 Seiten, 34 €.

Petra Paffenholz: Buchbinden für Kinder.

Bern: Haupt-Verlag, 2018. 160 Seiten, 24,90 €.

Von Bunt zu Dezent

Nach all der Farbenfülle an den Feiertagen hungert es mich fast nach Ruhe. Ich habe mein Schaufenster umdekoriert und mich für Weiß und Naturtöne entschieden. Auf ein Stück handgewebtes Leinen kommen ein paar Gräser. Genauso sparsam und karg wie mein Garten im Januar.

Während ich noch nicht in allen Räumen meine Weihnachtssachen weggeräumt habe, findet sich immer ein kleines Projekt in hellen Farbtönen. Diesmal hab ich ein graues Bettlaken zerschnitten, zusammen mit ein paar weißen Unterziehshirts meines Mannes. Perfekt für 10er Nadeln und mit Hebemaschen wird daraus ein schönes und einfaches Muster für einen Bettvorleger, Fußabstreifer, Badteppich oder was auch immer.

Im Vergleich dazu wirkt mein buntes Vorweihnachtsprojekt nahezu chaotisch. Einmal für mein zweitgroßes Mädel zum Happy Birthday. Erst beim Sticken fiel mir auf, dass Kette und Schuss nicht ganz symmetrisch sind. Gleich hab ich einen Fehler gemacht. Seht Ihr ihn?

Es wurde eine kurze, kastige Tunika. Den Kontraststoff für den Bund hat sich meine Tochter selbst ausgesucht.

Das Papierbäumchen gab es auch dazu. Dieses Jahr hatten wir zwar einen Holzbaum, aber Papierbäume mag ich noch immer sehr….

Ein gutes neues Jahr Euch allen, viel Glück, Freude und Gesundheit!

Adventskranz

Einkuscheln

Gerade mal so habe ich es geschafft, den Efeuzweig aufzuhängen und zu dekorieren. Jakob hat geholfen, die Adventskalendersäckchen zu sortieren, es sind immerhin 96. Soviel Arbeit auch alles irgendwann einmal war, nun ist es sehr einfach, den Papieradventskranz zu holen und zu schmücken. Alles ist im Werden, alle helfen mit.

Wenn es Winter wird

Ich glaube, wir haben den gesamten Sonntagvormittag gebraucht, bis wir alle 96 Säckchen an die Treppe gebunden hatten. Johann hat die Krippe dieses Jahr ins Treppenhaus verfrachtet, nachdem sich die grüne Hölle im Wohnzimmer so vergrößert hatte.

Zwischendurch hab ich ein paar verwaiste Pilze gefunden, die nun auf dem Adventskranz wohnen dürfen. Jeden Morgen duftet es nach Bienenwachskerzen. Bei Honig und Tee ist es gar nicht so schlimm, um Viertel nach fünf aufzustehen.

Auch unser Treppenauge verändert sich. Mittlerweile begegnen sich Monstera und Efeutute. Die Säckchen wirken wie ein Rahmen. Ich merke, dass er mir noch nicht grün genug ist. Hoffentlich finden wir zwischendurch Ruhe, um aufzutanken. Corona zehrt an den Nerven.

Ich hätte mir einen plastikfreien Advent gewünscht und bin grandios gescheitert. Irgendwie hab ich es nicht hinbekommen, die Säckchen plastikfrei zu befüllen. Nächstes Jahr muss ich wohl früher und überlegter beginnen. Hauptproblem ist übrigens das Gewicht von Glas.

Habt Ihr Ideen?

Ich wünsche Euch einen schönen Advent!

Im Messefieber

Soweit das Auge reicht – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Bevor ich mich im Weihnachtswahnsinn verliere, noch einmal einen Ideenboost abholen, das war mein Ansinnen, als ich mich am Wochenende zur #Kreativmessestuttgart aufmachte. Es war meine erste Messe im anhaltend nervigen Coronicum und ein willkommener Ausflug, um Alltagssorgen für ein paar Stunden verschwinden zu lassen.

Schön, wenn Verlage sich gleich mit Arbeitsentwürfen präsentieren. Es erspart mir Denkarbeit. Und Makramee lauert seit Wochen im Hintergrund.

Wäre nicht jeder mit Maske umherspaziert und wäre nicht so viel Platz zwischen den Ständen gewesen, nichts hätte an den tobenden Wahnsinn draußen erinnert. Es ist schön zu sehen, wie Kreativität Menschen inspiriert und auch durch anstrengende Zeiten wie diese lotst.

Lustig, mit alten LPs habe ich auch schon gewerkelt. Nur nicht ganz so filigran. Ob sich die Doors mit Schlagerplatten vertragen?

Spätestens bei der Spielemesse merkte ich, wie sehr die Pandemie mich geprägt hat. Eigentlich hätte ich auf jeden Fall meine Jungs mitgenommen. So habe ich mich nicht getraut. Schade, denn auf der Empore in der Messehalle gab es gefühlt „alles“ von #LEGO. Ein paar Spieleverlage habe ich schmerzlich vermisst und ein paar wahnsinnig innovative Kreativideen auch. Es war trotzdem schön. Und definitiv wäre es auch für meine Kinder geeignet gewesen.