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Alexandra Streit: Atempausen im Advent. Der Adventskalender für Mütter

Jan Wischnewski, Christina Fehling: Thorbeckes Adventskalender. 24 Winterwohlfühlrezepte

 

(Vor-)Freude für Große

Auf meinem Schreibtisch liegen pünktlich zum Advent zwei Adventskalender zur Rezension. Und für einen kurzen Augenblick gönne ich mir Alexandra Streits Atempausen im Advent. Der Adventskalender für Mütter und Jan Wischnewskis und Christina Fehlings Thorbeckes Adventskalender. 24 Winterwohlfühlrezepte. Man wird ja wohl noch träumen dürfen. Eine Atempause beim Kaffee? Winterrezepte für den Alltag? Bitte.

Es gibt an Adventskalendern nicht viel zu rezensieren. Sie sind für 24 Tage gedacht und einigermaßen kurzlebig. Alexandra Streit hält ihre Geschichten klein und gedankenvoll. Das garantiert, dass sie auch gelesen werden. Denn wenn ich tendenziell eine Gelegenheit zum Lesen habe, nehme ich ein Buch. Aber es gibt Momente, in denen ich darauf warte, dass ein Kind zum Vokabellernen kommt und ich sitze schon und der Kaffee steht. Zeit für Atempausen.

Kurze Impulse

In kleinen, persönlichen Anekdoten berichtet Streit, was der Advent für viele Mütter ist: stressig, arbeitsreich, aber auch voll von kleinen zauberhaften Momenten, wenn man bereit ist, sich darauf einzulassen. Während Downsizing oft für Mütter nicht möglich ist, denn Plätzchen wollen gebacken und Geschenke verpackt sein, es gibt Proben für Sternsinger, Martinsritt und Krippenspiel und irgendwer zeichnet verantwortlich für die kuscheligen Momente daheim, können ein paar freundliche Worte bei einer Tasse Kaffee viel bewirken, Herzrasen stoppen und Entspannung verschaffen.

Für alle, die darüber hinaus noch Energie haben, bietet sich Thorbeckes Adventskalender an, der mit 24 sagenhaften Winterrezepten gespickt ist. Klassikvariationen wie zum Bratapfel, Schokoladencreme, Salbeinudeln und Walnusstarte garantieren einen abwechslungsreichen und leckeren Winteralltag. Natürlich finden sich immer bekannte Rezepte wie weißer Glühwein oder geröstetes Wurzelgemüse oder Grießbrei. Aber jedes Rezept lässt sich einigermaßen problemlos und schnell nachkochen.

Winterküche

Wonach uns im Winter verlangt, nämlich wärmende und feste Gerichte, wird hier genau abgebildet. Nicht alles werden Kinder mögen (meine hassen Ingwer-Möhrensuppe), aber für alle Geschmäcker findet sich das passende Rezept. Der Adventskalender lässt sich so schön aufstellen und umblättern, dass es fast schade ist, wenn der Advent vorbei ist. Vielleicht sollte man die Seiten abtrennen und heften? Steinpilzrisotto hört sich auch für Januar lecker an.

Am besten finde ich, dass beide Kalender einem im Advent nicht noch mehr kostbare Zeit rauben. Die Rezepte sind von der schnellen Sorte und Streits Müttergedanken bringen eine gehetzte Mama zum Schmunzeln. Beide Kalender sind also perfekte Mitbringsel im Advent und ich bin sicher, dass nicht nur ich über den Rezepten hänge und froh bin, dass es auch anderen Mamas so geht wie mir.

Titelangaben:

Alexandra Streit: Atempausen im Advent. Der Adventskalender für Mütter

Ostfildern: Patmos Verlag, 2015. 52 Seiten. 8,99 EUR.

Jan Wischnewski, Christina Fehling: Thorbeckes Adventskalender. 24 Winterwohlfühlrezepte

Ostfildern: Thorbecke Verlag, 2015. 32 Seiten. 9,99 EUR.

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