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Mirja Hoechst: Mias süße Kleinigkeiten. Rezepte der Küchenchaotin

Süße Vielfalt

Die Bloggerin und Fotografien Mirja Hoechst stellt in Mias süße Kleinigkeiten. Rezepte der Küchenchaotin eine kleine, aber feine Rezeptsammlung vor, die Lust und Laune auf neue Abenteuer in der Küche macht. Sie mischt geschickt Bekanntes und Neues und kreiert so spannende kulinarische Erfahrungen, die dennoch für jedermann nachvollziehbar bleiben. Für alle, die ihre Rezeptsammlung mal wieder aufmöbeln wollen, ein hübscher, neuer Schmöker.

Vor allem mag ich, wie Mirja Hoechst ihre Kapitel eingeteilt hat, denn allein die Gliederung macht die Suche nach einem passenden Rezept leichter. Soll es etwas Fingerfood sein? Oder Torten? Etwas aus Schüsseln und Gläsern? Vielleicht lieber Tartes oder etwas aus dem Eisfach? Nachdem ich eine Mama bin ist ja wohl klar, dass Eis und Fingerfood ganz oben auf der Wunschliste stehen und so bin ich begeistert vom stattlichen Umfang der jeweiligen Kapitel.

Altbekanntes und Spektakuläres

Die meisten Rezepte kenne ich. Scones, Brioches oder Windbeutel habe ich alle schon oft gemacht. Aber Brioches mit Brombeerbutter? Windbeutel mit Schokomütze? Scones mit Kirschen? Das finde ich kreativ und es ärgert mich vor allem, dass ich nicht selbst schon längst drauf gekommen bin. Dafür kann mir Mirja in Sachen Torten nicht viel Neues sagen. Wie sie liebe ich Biskuitrollen und Obstkuchen, dafür kann ich aber nach gefühlt 3000 Kindergeburtstagen keine Rührkuchen mehr sehen.

Alles, was man aus Schüsseln und Gläsern löffeln kann ist vor allem dann praktisch, wenn kleine Portionen ausreichend sind. Meine ganz persönliche Erfahrung zeigt mir leider, dass ich wesentlich schneller bin, wenn ich in Eimern koche und backe. Aber grad für Singles oder Familien mit nur einem oder zwei Kindern finde ich Deserts oder Kuchen aus dem Glas super. Schnell gemacht und gut zu halten! Eine Ausnahme: Der Karamellfrappuccino. Den werde ich mir selbst genehmigen.

Erfrischend anders – Tartes und Eis

Was mir an Mirjas Kapitel zu Tartes besonders gefällt ist die Tatsache, dass erst mal verschiedene Tarteböden vorgestellt werden. Das erhöht natürlich die individuelle Varianz. Boden aus Mürbteig, Haferflocken, alten Keksen. Alles ist möglich und schmeckt. Garniert wird mit Quark, Mascarpone, Früchten, Nüssen oder Schokolade. Wer sich bei dieser reichen Auswahl nichts findet, dem ist wahrlich nicht mehr zu helfen.

Meine vier Kinder favorisieren natürlich das letzte Kapitel, in dem es ums Eis geht. Mit oder ohne Eismaschine, Mirja Hoechst zaubert viele eiskalte Kostbarkeiten, bei denen mir das Wasser im Munde zusammenläuft. Hugo-Eispops für Mamas, Buttermilcheis für die Kinder, Eistorte für alle: jenseits der gängigen Eissorten wie Vanille und Schokolade gibt es so unendlich viele Möglichkeiten, heiße Sommertage zu versüßen. Ich sage Euch: nach der Lektüre von Mias süßen Kleinigkeiten bin ich heilfroh, dass ich mich auf einer Obstwiese auspowern darf, denn kalorienarm kocht Mirja nicht. Gottlob.

Titelangaben:

Mirja Hoechst: Mias süße Kleinigkeiten. Rezepte der Küchenchaotin.

Ostfildern: Jan Thorbecke Verlag 2015. 136 Seiten. 19,99 EUR.

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