Auf meinem Tisch – On my Table

 

 

Gut Ding will Weile haben, heißt es doch so oft. Das stimmt, und zwar nicht nur in Hinblick auf das Benehmen meiner vier Rabauken. Eigentlich braucht doch alles seine Zeit. Die Kinder, das Großwerden, mein Garten, meine Handarbeiten, selbst die Liebe, die Musik und die Literatur brauchen ihre Zeit. Ich bin ein ungeduldiger Mensch und manchmal mag ich mir nicht eingestehen, wie viel Zeit die Dinge wirklich benötigen. Diesmal hat es lange gedauert. Von September an bis diese Woche. Wieviel Zeit! Ich habe eine Echinacea Tinktur gemacht, um unser Abwehrsystem zu kräftigen und etwas gegen die Grippeattacken im Winter in der Hand zu haben. Natürlich wurden wir alle krank, bevor die Tinktur fertig war und natürlich sind wir jetzt, da sie fertig ist, alle gesund!

So habe ich es gemacht:

Ich brauchte zwei Handvoll kleingeschnittene Pflanzenteile (beim roten Sonnenhut könnt Ihr alles benutzen!), wie Ihr seht, habe ich es mit dem Kleinschneiden nicht ganz so genau genommen….

Die Pflanzenteile habe ich in ein größeres Einmachglas gestopft (da war mal Apfelmus drin).

Echinacea im Glas

Dann kommt soviel Doppelkorn drauf, bis alles gut bedeckt ist.

Echinacea mit Alkohol

Und dann wird alles auf dem Fensterbrett im Licht stehen gelassen, wochenlang, in meinem Fall fast drei Monate, bis alle Farbe aus dem Sonnenhut verschwunden war und die Tinktur  braun geworden war.

Echinacea verschlossen

 

Echinaceatinktur

Dann wird alles durch ein feines Sieb in eine dunkle Flasche abgeseiht. Dunkel gelagert hält sich die Tinktur dank des Alkoholgehalts ewig. Ich habe das Rezept aus einer Gartenzeitschrift meiner Freundin, dort steht, man solle zur Stärkung der Immunabwehr dreimal täglich, aber nicht länger als zwei Wochen, 15 Tropfen mit Wasser vermischt zu sich nehmen. Wir werden sehen!

Was steht diese Woche auf Eurem Tisch?

Echinacea abgießen

 

Tinktur Echinacea

Sometimes I forget  – or neglect – how much time some things need. Like love, music, literature, a garden, a meal, bread, growing up, education… and medicine.

I decided I should make some tincture out of my purple conflower (echinacea purpurea). Wouldn’t it be smart to have it just right at hands when the winter coughs and colds would come? What can I say – the coughs came early this year, when my tincture wasn’t ready yet and now that it is ready, we feel so healthy. Isn’t that weird?

Anyway, now I have it right beside me. It was easy to make: I just needed two handful of purple coneflower parts (you can take anything), chopped it and stuffed it in a bigger jar. And I filled it up with hard liquor until they were covered completely. I let them rest at my window, where the sunbeams come in, they rested for almost three months. This week, I poured the tincture in a dark bottle. I guess it will last forever. The magazine I had it from suggested to take fifteen drops three times a day, but for no longer than two weeks.

We will see!

What’s on your table this week?

 

 

 

4 Gedanken zu „Auf meinem Tisch – On my Table

  1. Marie

    Pflanzenteile? Was bedeutet das? Den roten Sonnenhut kann ich gut erkennen. Was sind das noch für Pflanzenteile? Danke für die Antwort. Marie

    Antworten
    1. admin Beitragsautor

      Liebe Marie, das sind alle Pflanzenteile des roten Sonnenhuts mit Ausnahme der Wurzel, also auch Stiel und Blätter. LG Viola

      Antworten

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