Archiv für den Monat: Februar 2018

Buchfreude!

Buchfreude: ab zum Freutag!

Jessi Bloom: Mein Garten für freilaufende Hühner. Wie man einen schönen und hühnerfreundlichen Garten gestaltet.

Die Hühnerflüsterin

Jetzt ist die beste Zeit, über den Garten nachzudenken. Weihnachten ist vorüber, wir sind gut ins neue Jahr gestartet und der kalte Februar hält mich drinnen. Zeit für Jessi Blooms Mein Garten für freilaufende Hühner. Wie man einen schönen und hühnerfreundlichen Garten gestaltet. Ich habe das wundervolle Buch geradezu verschlungen und die schönen Hühnerfotos waren nur ein Teil der Freuden. Ich bin sicher, Jessi Bloom ist eine verwandte Seele.

Sie kennt die Hühner so gut. Zugegeben, es ist erst das zweite Hühnerbuch, das ich lese, doch ich bin sehr entzückt. Diesmal erhalte ich gar nicht so viele wissenschaftliche Informationen über Rassen und was weiß ich was. Dafür gibt es wohl bessere Hühnerbücher. Aber ich brauche auch all die Softfacts, die Jessi Bloom mir von den Hühnern vermitteln kann, mehr sogar als die Theorie. Und weil immer alles anders ist, hat Bloom viele andere Hühnergärten besucht und fotografiert.

Hühner und Garten als Kombination

Was Bloom macht, ist sehr interessant. Sie integriert ihre Hühner in ihren Familiengarten. Das hat Konsequenzen genauso, wie es nur unter bestimmten Voraussetzungen gelingt. Dass es harmonisch gelingt, ohne zerhackte Beete und panische Hühner, ist das Tolle an Blooms Konzept. Und dass es auf ganz verschiedene Weisen gelingen kann, zeigen die Biographien der Hühnerhalter, die jedem Kapitel vorangestellt sind.

Jahreszeitliche Überlegungen spielen bei Blooms Konzept eine große Rolle. Hühner fliegen nicht, sie suchen Zuflucht unter Stauden vor ihren Fressfeinden am Himmel. Das heißt aber auch, dass, wenn die Hühner auch im Winter draußen sein dürfen, sie immergrünen Schutz benötigen. Plötzlich kommt man ins Grübeln und sieht den eigenen englischen Rasen mit anderen Augen. Oder, wie in meinem Fall, findet das Gestrüpp an den Grundstücksgrenzen gar nicht mehr so schlimm.

Einen Hühnergarten gestalten

Wie sich das liebe Federvieh dann im Einzelnen wohlfühlen kann, erläutert Bloom im zweiten Teil des Buches. Hühner benötigen wie Menschen eine bestimmte Infrastruktur. Ich würde meine Blumen- und Gemüsebeete nur ungern scharrenden Hühnerfüßen opfern, also muss ich andere Stellen anbieten können, wo die Hühner graben dürfen. Trinkwasser muss zur Verfügung stehen und vielleicht soll es auch hühnerfreie Bereiche geben.

Ich lerne, dass ich auf meinen sechshundert Quadratmetern vielleicht nur drei Hühner halten kann, ohne dass mein Garten Schaden nimmt, das sollte doch zu machen sein. Unser abgeliebtes Spielhaus könnte ohne großen Aufwand zum Hühnerstall umgebaut werden. Aber brauche ich dann eine Stromleitung? Was, wenn das Trinkwasser im Winter gefriert? Wo baue ich Legenester ein? Ganz klar, ohne Umbau geht es nicht. Ein Plan muss her.

Beispiele aus dem bunten Leben

Blooms Beispiele befreundeter Hühnerhalter sind wundervoll. Manchmal zu wundervoll für mich, die ich neidvoll auf all die wunderschönen Gärten netter Menschen blicke. Jessi Bloom hat ein tolles und ein positives Hühnerhalterbuch verfasst. Aber ich habe auch dazu gelernt. Hühner sollen es doch auch gut haben. Ich möchte, dass sie meinen Garten lieben wie ich ihn liebe, ohne ihn kaputt zu machen.

Also werde ich mich langsam herantasten. Erst gestalte ich die bestehenden Elemente um. Ich will ein Gemüsegarteneck, wo vorher nur Buschwerk war, das aber dann als Schutz für die Hühner wegfällt. Ich brauche Sand und Erde zum Scharren, am besten mit Käfern und Würmern drin. Hühnertraktoren, kleine, transportable Hühnerställe, sind eine tolle Idee, wenn ich meinen Garten immer noch unter Kontrolle haben will. Und vielleicht warte ich noch, bis meine Kinder nicht rigoros barfuß laufen und in Hühnerkot treten. Wer ernsthaft über Hühner nachdenkt, wird Jessi Bloom brauchen.

Titelangaben:

Jessi Bloom: Mein Garten für freilaufende Hühner. Wie man einen schönen und hühnerfreundlichen Garten gestaltet.

Aus dem Englischen von Claudia Huber.

Bern: Haupt Verlag, 2017. 224 Seiten. 24,90 EUR.

 

Kunst und Handwerk, Upcycling

Unikate, Upcycling, Handarbeit, Kunsthandwerk, Schmuck

Ganz im Zeichen der Feder – Loving Peacocks

Meine Freundin hatte Geburtstag und es war Zeit, einen Scherz weiter auszubauen, den wir schon seit Jahren hin und her schieben: Federn. Sind Federn nicht etwas Tolles? Seit ich einen Goldfasan gesehen habe, ist es um mich geschehen. Am liebsten hätte ich Goldfasanschmuck gemacht, doch irgendwie fügte sich alles pfauenartig zusammen. Am längsten hab ich für das Armband gebraucht, trotz verschiedener Youtube Anleitungen hab ich nichts gepeilt und brauchte ein zweites Armband, damit alles ordentlich wird. Dafür passt es jetzt wunderbar zu den Ohrhängern aus Federn und Perlen. Sie sind herrlich leicht. Federleicht sogar.

Den Kopfschmuck hätte ich fast vergessen. Dabei liebt meine Freundin aufwendige Hochsteckfrisuren. Ein bisschen Glitzer für mehr Art Deco und ich bin gespannt auf Ihren nächsten Auftritt.

This came out to be some sort of peacock birthday. I needed a present for a friend and we both love feathers. So, yes peacock. The most difficult part was the bracelet. It took me a second one to get it right. But now? Isn’t it just nice? I made a paper basket for packing and added a pair of earrings – easy to make – and a bit of hair fancy. That was the easy peasy part. As I said, the bracelet…. Anyway, there’s going to be a peacock party soon, I hope.

Hübsch verpacken wollte ich auch noch alles, also habe ich Papierkörbe geflochten, der erste wurde zu groß, aber der aus braunen Papierrollen hat perfekt gepasst. Ein bisschen Platz war noch für Küchenleckerlis und Selbstgemachtes und die Spange war eine wunderbare Verpackungsdekoration.

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Kunst und Handwerk, Upcycling

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Neu Gelesen

Maaike Koster & Emma Sibley: Urbane Botanik. Zimmerpflanzen für moderne Gärtner

Aus Pflanzenliebe

Maaike Koster und Emma Sibley haben mit Urbane Botanik. Zimmerpflanzen für moderne Gärtner ein ganz und gar wunderbares Buch geschrieben. Bibliophile Zimmergärtner werden es lieben, die feinen, treffenden Illustrationen begleitet vom Wichtigsten, was man über die Pflanzen wissen sollte. Nun ist es wirklich gar nicht mehr schwierig, selbst in den kleinsten Wohnungen grüne Paradiese zu erschaffen.

Die Autorinnen sparen sich umständliche Vorworte und Einführungen ins Thema. Zimmerpflanzen sind schließlich nicht unbekannt. Oder doch? Von wie vielen Pflanzen, die bei uns in den Wohnungen wachsen, kennen wir Namen und Bedürfnisse? Ich habe viele geschenkt bekommen, andere begleiten mich schon mein Leben lang. Nur von einigen kenne ich Namen und Charaktereigenschaften. Doch ich liebe sie alle.

Jeder kann einen grünen Daumen haben

Mir liegt besonders Kosters und Sibleys Kernbotschaft am Herzen: Einen grünen Daumen zu haben, hat nichts mit Kunst oder individueller Begabung zu tun. Manchmal reicht ein gutes Buch, in dem das Wesentliche zu einer Pflanze steht, um einem die Augen zu öffnen, oft genügt es einfach schon, die Pflanzen zu beobachten. Pflanzen suchen sich in der tropischen Natur ihre Nischen, in denen sie gedeihen können.

Soll es ihnen bei uns gut gehen, macht es Sinn, diese Nischen nachzuempfinden. Wie leicht das manchmal geht, erläutern die Autorinnen in Urbane Botanik. Zimmerpflanzen für moderne Gärtner ausführlich. Es gibt Schattenpflanzen, die auch in Fluren gedeihen, Sumpffarne, die gerne nasse Topferde haben und natürlich die pflegeleichten Sukkulenten, die es nicht krumm nehmen, wenn die Wassergabe einmal länger ausbleibt.

Ästhetisch und informativ

Das Besondere an Urbane Botanik ist die schöne Kombination aus Information und Buchkunst. Maaike Koster ist eine begnadete Grafikerin, die in zarten Aquarellstrichen die Eigenheiten jeder Pflanze verdeutlicht. Ihre Kunst bewegt sich zwischen naiver Malerei und der peniblen Genauigkeit einer Merian, jede Pflanze ist sofort erkennbar charakterisiert. Ihre Illustrationen machen das Buch zu einem wundervollen Geschenk für Menschen, die sich gerne einen Zimmerpflanzengarten zulegen würden.

Wer sich nicht vom schönen Design des Buches trennen kann, behält es für sich und kann sich dank der einfachen inhaltlichen Aufteilung gut zurechtfinden. Letztendlich sind die bekanntesten Zimmerpflanzen in wenige Kapitel aufgeteilt: Sukkulenten, Kakteen, Blühpflanzen und Grünpflanzen. Man wird häufig auf bekannte Pflanzen stoßen, viele davon kannte ich nicht mit Namen. Nun kann ich nicht nur wissen, wie meine Pflanzen heißen, sondern sehe auch, was ihnen gut tut. In meinem Haushalt wird Urbane Botanik zum ständigen Begleiter.

Titelangaben:

Maaike Koster & Emma Sibley: Urbane Botanik. Zimmerpflanzen für moderne Gärtner

Aus dem Englischen von Eva Korte.

Münster: LV-Buch, 2017. 158 Seiten. 25 EUR.

 

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Buchfreude

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Hilary Grant: Inselmaschen. 30 spannende Strickanleitungen im nordischen Stil für moderne Mützen, Handschuhe und Pullover.

Winterchic!

Ist auch bei Euch der Weihnachtsstress vorbei? Dann schnell ran an die Nadeln, solange es noch Winter ist! In Hilary Grants Inselmaschen. 30 spannende Strickanleitungen im nordischen Stil für moderne Mützen, Handschuhe und Pullover finden sich wundervolle Projekte für graue Abende und Nachmittage. Tolle Muster, verschiedenste Ausführungen und wer mag, darf auch richtig viel arbeiten.

Hilary Grant vereint in ihren Entwürfen die Eindrücke der rauen schottischen Orkney Inseln mit den farbenfrohen Mustern der Fair Isle Technik. Einige Projekte in ihrem Buch sind klein genug, um einen Nachmittag zu füllen und sind auch ohne großes Strick Know-How durchführbar. Andere wiederum, komplexe Fair-Isle Muster an Pullovern, werden viele Stunden brauchen, um vollendet zu werden. Damit ist für alle etwas dabei und wer die Technik noch nicht kennt, kann sich ihr langsam nähern.

Verschiedene Schwierigkeitsgrade

Prinzipiell gibt es wie in den meisten Strickbüchern eine Einführung in die Technik. Persönlich nerven mich diese Seiten immer, doch ich verstehe schon, dass es Menschen gibt, die beim Kauf dieses Buches vielleicht das erste Mal in ihrem Leben ein paar Nadeln in der Hand halten werden. Für sie sind wohl auch die eher langweiligen Projekte wie die Bommelmütze im Rippenmuster gedacht.

Ach die Patenthandschuhe überzeugen mich nicht, die schönen Fotos dafür schon. Aber schließlich kann ich Fotos nicht stricken. Dann wird es aber auch schon interessant. Grant entwirft Mützen, Stulpen und Fäustlinge in sehr grafischen Mustern, die an die Fair-Isle Muster erinnern. Für jedes Muster, beispielsweise das Pfeilmuster, gibt es unterschiedliche Projekte. Mützen, Pulswärmer, Loops, von zwei grafischen Mustern auch Pullover.

Tolle Farben, tolle Grafik

Grant gelingt es, traditionelle Technik mit moderner Optik zu verbinden. Ihre Entwürfe haben nichts mehr mit den muffigen Norwegerpullovern aus den siebziger Jahren zu tun. In wunderschönen Farben, die trotzdem nicht an Natürlichkeit verlieren, variieren die grafischen Strukturen an modernen Mützen und Loops. Mir fehlen ein bisschen anspruchsvollere Entwürfe für Jacken oder Fingerhandschuhe, aber ich will nicht nörgeln.

An sich finde ich es toll, anspruchsvolle Designs zu stricken, im Moment ist mir zuviel Grobstrick in simplen Techniken unterwegs und für Hilary Grants Maschen braucht es regelmäßiges Garn und geschickte Finger. Wer die Technik beherrscht, kann sicher selbst variieren und hat nun viele Muster vorliegen, die sich anwenden lassen. Ich für meinen Teil werde wieder mein Spinnrad anwerfen, denn die meisten Muster sind in Nadelstärke 3mm gestrickt. Feine Strickwaren, die leicht anliegen und unter Jacken passen. Ich werde es lieben!

Titelangaben:

Hilary Grant: Inselmaschen. 30 spannende Strickanleitungen im nordischen Stil für moderne Mützen, Handschuhe und Pullover.

Übersetzt von Christine Heinzius.

Münster: LV-Buch, 2017. 144 Seiten. 18 EUR.

MMI – Messe!

 

Ahhh! Falsche Halle! Ich Dummdödel….

MMI – Messe Frankfurt. Und eigentlich wollte ich zur Creativeworld. Da war ich am Schluss auch. Augenschockerlebnisse gab es anfangs, als ich durch die Christmasworld gelaufen bin, um dahin zu gelangen, wohin ich eigentlich wollte. Dann habe ich massenweise fotografiert, weil ich dachte, mir glaubt das doch kein Schwein.

Auf der Creativeworld habe ich vergessen, zu fotografieren. So beschäftigt war ich. Danke, dass mein Mann mich gefahren hat. So kam Jakob auch noch zu einer Socke. Die zweite muss ich diese Woche abends stricken. Beim Nachdenken über meinen Messebesuch…..

Eines ist geschafft! – One Project Finished

 

Ihr erinnert Euch? Nun ist wenigstens ein Projekt von letzter Woche fertig. Ich habe begonnen, Papierperlen zu drehen. Einige davon bildeten die Grundlage eines Rosenkranzes – die Erstkommunionszeit naht, ich habe selbst wieder ein Erstkommunionkind und denke über passende Geschenke nach. Geschenkpapiere sind oft so hübsch und werden einfach weggeworfen, es bricht mir das Herz! Lieber habe ich sie zerschnitten und kleine Perlen daraus gerollt, die ich dann in der Werkstatt lackiert habe, damit der Rosenkranz stabil bleibt.

Ich finde, er ist mir gut gelungen. Bunt, fröhlich, kindgerecht und aus nachhaltiger Produktion. Mein Mann hat wiedereinmal für mich fotografiert und so gibt es auch noch wirklich schöne Produktbilder, was will man mehr….

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Do you remember? At least one job is finished. I started making paper beads last week and now made a rosary. We have a holy communion party here in no time and I need presents. I love gift wrapping papers, they are so beautiful and yet are thrown away. They made up really nice beads, which I varnished to make them more sturdy. Well, paper love…..

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J.-F.Mallet: Simplissime. Das einfachste Kochbuch der Welt. Richtig gut kochen mit maximal 6 Zutaten.

Schlicht und einfach lecker

Es gibt ja durchaus einen roten Faden in der Auswahl meiner Rezensionsexemplare. Als Mama in einer Großfamilie finde ich es immer interessant, einfache und gute Kochrezepte für meine Familie zu finden. Und ich mag Bücher immer noch lieber als Rezepte im Netz, die dann mal lesbar sind und mal nicht. J.-F.Mallet: Simplissime. Das einfachste Kochbuch der Welt. Richtig gut kochen mit maximal 6 Zutaten bedient erst einmal alle meine Bedürfnisse. Mal sehen, was der Titel an Versprechen hält.

Ganz klar, ich bin überhaupt nicht die richtige Zielgruppe, viele Rezepte sind mir bekannt. Trotzdem ist es ein tolles Buch. Ich würde es sofort verschenken, wenn ich Menschen kennen würde, die zum Beispiel ins Studium gehen oder gerade ihr eigenes Leben beginnen. Tatsächlich werde ich es wohl aufheben und meinen Kindern in die Hand drücken, wenn sie alt genug dafür sind. Denn die Rezepte im Buch sind immer einfach, wenn auch nicht immer schlicht oder günstig, und wirklich nur mit sechs Zutaten zubereitet.

Kleine Mogelei am Rande

Was mich natürlich etwas stört, ist die Tatsache, dass etwas gemogelt wird, um die Anzahl der Zutaten gering zu halten. Das heißt, dass plötzlich sogar eine Pizza mit nur sechs Zutaten hergestellt werden kann. Kein Problem, wenn man Fertigteig und Pizzagewürz verwendet. Trotzdem, gerade junge Menschen können sich mit diesem Kochbuch selbständig und abwechslungsreich ernähren. Die Rezepte sind mediterran und typisch französisch, was sich manchmal, z.B. bei Entenbraten, auf den Geldbeutel niederschlägt.

Es heißt aber auch nicht „das günstigste Kochbuch der Welt“. Dafür kann man ohne großen Aufwand eindrucksvoll Gäste bewirten. Mir gefällt auch die grafische Gestaltung im Buch in Schwarz, Weiß und Gelb. Pro Rezept wird eine Doppelseite gebraucht, die Zutaten sind abfotografiert und im Text fettgedruckt. Dank der großen Schriftgröße ist die Arbeitsanweisung sehr übersichtlich und die Rezepte sind ausgefeilt lecker.

Französische Gourmetküche

Ob »Ofenkürbis mit Blauschimmelkäse«, »Provenzalisches Schmorfleisch« oder »Dorade in Kräuter-Salz-Kruste«, man liest sich durch ein Feinschmeckerrestaurant, dessen Kostbarkeiten plötzlich unaufwändig in der eigenen Küche nachzukochen sind. Für mich ist viel Bekanntes, aber auch Neuland dabei. Hm, ob ich das Kochbuch nicht doch behalten sollte? Ganz sicher animiert es zum Kochen, von Aperitifs und Vorspeisen über Hauptgänge bis hin zu Desserts ist alles dabei und auf 384 Seiten zusammengefasst.

Für den großen Umfang, die tolle Aufmachung und die vielen leckeren Rezepte muss ich ganz klar sagen, dass der Preis mit 22 EUR sehr fair ist. Ich habe schon kostspieligere Kochbücher mit weniger kreativen Rezepten rezensiert und finde, dass hier alles stimmt. Die Edition Michael Fischer hat zudem gewohnt solide und kreativ gearbeitet, man freut sich immer, wenn man eines der schönen Bücher in der Hand halten darf.

Titelangaben:

J.-F.Mallet: Simplissime. Das einfachste Kochbuch der Welt. Richtig gut kochen mit maximal 6 Zutaten.

Übersetzt von Regine Schmidt.

Igling: Edition Michael Fischer, 2016. 384 Seiten. 22 EUR.

 

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Duden: Schülerduden Grammatik. Nachschlagen, Üben, Anwenden.

Standardwerk für Kinder

Wie rezensiert man ein Werk aus dem DUDEN Verlag? Dieses Mal habe ich von Duden den Schülerduden Grammatik. Nachschlagen, Üben, Anwenden zur Rezension bekommen. Ganz einfach: man macht den Härtetest. Friederike schrieb eine Grammatikarbeit in Deutsch und wir haben mit dem neuen Werk von DUDEN gelernt. Wie es war? Super!

Der Schülerduden Grammatik. Nachschlagen, Üben, Anwenden ist schon einmal sehr übersichtlich organisiert. Wer Fragen hat, wird sich an das komplexe Inhaltsverzeichnis halten, das sich über stattliche zehn Seiten erstreckt und das bei einem Gesamtumfang von 536 Seiten. Nachdem niemand freiwillig in einem Grammatikwerk schmökert, ist es sehr wichtig, sich anhand des Inhaltsverzeichnisses orientieren zu können. Kann man.

Geeignet für die ganze Schullaufbahn

Ich behaupte, dass der Schülerduden Grammatik. Nachschlagen, Üben, Anwenden für die komplette Schullaufbahn eines Kindes ausreichend ist und es zudem manch Erwachsenem nicht schaden würde, einen gezielten Blick hinein zu werfen. Ich greife im Folgenden einfach Beispiele auf, die verdeutlichen sollen, wie praktisch der Duden hier ist. Meine Tochter hatte eine Grammatikarbeit, in der unter anderem die Komparation des Adjektivs abgefragt wurde.

Man guckt also im Inhaltsverzeichnis nach und wird diesen Begriff auch finden. Im betreffenden Kapitel wird die Steigerung von Adjektiven einfach und grundlegend erklärt, alle wichtigen Fachbegriffe werden erläutert und angegeben. Unter jedem Stichpunkt werden Regeln aufgeführt, an die man sich halten kann, vor allem, wenn Deutsch nicht die Muttersprache ist. Auch Ausnahmen werden aufgeführt, und es gibt zu jedem Kapitel Beispiele aus moderner Lyrik oder Rap.

Gut durchdachte Übungen

Am besten haben mir natürlich die angefügten Übungen gefallen. So konnte ich mit meiner Tochter erst die Regeln gründlich besprechen und im Nachgang gleich den Ernstfall erproben. Die Übungen beziehen sich genau auf die Regeln und verlangen auch nicht mehr. Es ist im Anhang ein Lösungsteil angefügt, theoretisch könnten die Kinder also auch allein mit dem Duden arbeiten. Es sind auch Fallen in den Übungen eingebaut (z.B. »Steigere „falsch“«), so dass Kinder mitdenken müssen.

Was soll ich sage, wir waren mit dem Schülerduden Grammatik. Nachschlagen, Üben, Anwenden bestens vorbereitet und ich hatte wenig Arbeit damit, mir selbst Übungssätze auszudenken. Weil die deutsche Grammatik oft unlogisch und schwierig ist, finde ich es gerade gut, noch einmal selbst nachschlagen zu können, schließlich will ich meinen Kindern nichts Falsches sagen müssen. Die Gedichte im Duden, die in den jeweiligen Kapiteln grammatikalische Phänomene aufgreifen, sind sehr gut ausgewählt, oft stark im Wortwitz und direkt aus der Lebenswelt Jugendlicher gegriffen. Respekt, sage ich da nur.

Titelangaben:

Duden: Schülerduden Grammatik. Nachschlagen, Üben, Anwenden.

Berlin: Duden Verlag 2017. 536 Seiten. 18 EUR.

 

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