Archiv für den Monat: Oktober 2013

Drinnen und Draußen – In and Out

Wir haben einen wunderschönen Oktober, dieses Jahr. Das Licht ist wieder golden, wie zuletzt vor zwei Jahren und wenn ich auch nicht viel geerntet habe, so ist trotzdem genug zu tun, das Wenige einzukochen und zu bewahren. Außerdem habe ich mir fest vorgenommen, ein paar Fenster zu putzen. Bevor das kalte Wetter kommt. Aber jedesmal, wenn ich zwei Fenster geschafft habe, kommt ein Kind und tappt die Fenster an. Mamaschicksal. In meinem Garten ist ein Beet mehr annähernd so, wie es sein sollte. Herbstschicksal. Im Haus verfolgt uns das alltägliche Chaos, draußen legt sich die Natur schlafen. Manchmal schleiche ich ums Haus und sehe mich um, bewusster als sonst. Ich weiß, dass ich ein halbes Jahr lang nichts mehr sehen werde. Nur noch grau und weiß und schwarz.

Ich liebe den launischen Herbst, die stürmischen, regnerischen und sonnigen Auswüchse eines Jahres im Wechsel. Ich bin so gerne draußen.

Was habt Ihr diese Woche drinnen und draußen gemacht?Balkengeländer Außenleuchte

 

Kaffeetisch

 

We got a golden month, this October. Beautiful light, golden sun, warmth and lots of sun outside. I decided I should clean some of my windows before it gets really cold, but anytime I finish one window there are some kids that love to touch these shiny glasses. Mama’s fate. While I want to preserve as much as possible, I am glad I also managed to clean one more bed in my garden. Garden’s fate. I am outside and try to be more aware of how nature’s changing around us. In a few weeks, all I can see will be grey and black and white. I love this time of the year, it’s moody climate and decaying structure. It’s stormy, sunny and rainy, all at once. Outside, a few more days to enjoy.

What did you do in and out?

Auf meinem Tisch – On my Table

 

Es war wieder einmal Zeit, Restgemüse zu verarbeiten, außerdem hatte ich kein Würzsalz mehr. Dafür hatte ich Möhren, Zucchini, Lauch und Sellerie. Perfekt!Salzgemüse

Alles wird kleingeschnippelt und in den Mixer geworfen.

 

Salzgemüse geschnitten

 

Salzgehäcksel

Nach dem Kleinhäckseln kommt das Salz dazu. Ich rechne auf ein Kilo Gemüse 100g Salz. Alles wird gut vermischt.

Dann braucht Ihr Zeit. Diesmal habe ich mich entschlossen, das Salz zu trocknen. Also habe ich die Salzgemüsemischung auf ein mit Backpapier belegtes Backblech dünn gestrichen und dann bei 50 – 80 Grad Celsius trocknen lassen. Stunden- bzw. tagelang. Das Resultat war mehr als grobkörnig, ich habe also meinen Mörser gebraucht, um alles klein zu kriegen und konnte mein Salz anschließend trocken in Gläser abfüllen. Ich nehme es zum Suppenwürzen, aber auch für alle anderen Gerichte. Schmeckt gut und braucht keine Chemie….

Was steht diese Woche auf Eurem Tisch?

Salzgemüse getrocknet

 

I had no more seasoning left, but some carrots, zucchini, leek and celery. Which meant, I would make my own seasoning. I chopped everything and put it in my blender. When real smooth, I mixed salt into my vegetables. I usually take 100 g salt for 1 kg of vegetables. I then spread my mixture on a baking tray laid with baking paper and let it dry in the oven at 50 – 80 degree centigrade for several hours. When totally dry I broke the seasoning, crushed it in my mortar and put it in dry glasses. It tastes so yummy in soups, but also in any other dishes you’ll cook. 

What’s on your table this week?

Aus meiner Werkstatt – In my Studio

Strickjacke  zerschneiden

Wisst Ihr noch, dass ich neulich eine verfilzte Jacke meiner Freundin zu einem Bolerojäckchen umgearbeitet habe?

Den unteren Rest der Strickjacke hatte ich noch. Und noch keine richtige Idee. Bis wir Besuch hatten, der kalte Füße bekam. Und mir wurde klar, dass auch Charlottes Filzschlappen schon längst zu klein sein mussten. Also wühlte ich in der Restekiste nach dem Strickjackenrest und fand dabei auch noch ein Stück Kunstleder, mit dem ich vor Jahren Polster bezogen hatte – praktisch.

 

Filzmodell

Charlottes alte Puschen dienten mir als Vorlage. Ich zeichnete mir den Sohlenumriss ab und verlängerte hinten ein bisschen (zu viel, wie sich herausstellte). Ich wollte keine ganz dünne Sohle, also legte ich mir die Strickjacke für jede Sohle doppelt.

Pantoffelschnitt

Ich schnitt den Umriss aus, mit genauem Arbeiten habe ich so meine Geduldsprobleme.

 

Sohlenteile

Für die Oberseite zeichnete ich mir wieder alles von Charlottes Schlappen ab, mit großzügiger Nahtzugabe (hätte noch weiter sein dürfen).

 

Sohlendeckel

Zusammengelegt sieht das alles so aus: man kann schon erkennen, was es werden soll, oder?

 

Pantoffelteile

Mein Freund, der Textilkleber fixierte obere und untere Sohlenhälften.

 

Textilkleber

 

 

 

Textilgeklebt

Und dann schnitt ich aus dem Kunstlederrest noch einmal zwei Sohlen zu, ich wollte ja  nicht, dass mein Kind durchs Haus schlittert.

Falschleder

 

falsche Sohle

Kunstleder- und Filzsohle habe ich wieder mit Textilkleber aneinandergeklebt.

falsche Sohle geklebt

Sieht gut aus, oder?

 

Klebesohle

Meine Lochzange hat dann beide Sohlen in knappen Abständen außenherum gelocht. Schließlich hatte ich auch noch die Oberhälften der Schlappen und ich war mir nicht sicher, ob ich mit der Nähnadel durch geklebtes Kunstleder komme. Sicher ist sicher.

Sohlenlöcher

 

Dann kommt die Schönheit. Die Schlappenoberseite  habe ich erstmal bestickt mit Sticktwist.

Garnspiel

 

Schiffstick

Dann den Rand eingefasst (ich glaube, der Stich heißt Überwendlingstich) und schließlich Oberseite an die gelöcherten Sohlen genäht. Dank der Löcher ging das schnell und einfach.

 

Sohlen vernähen

 

Nun hat Charlotte ein paar neuer Filzschlappen, die ihr viel zu groß sind und die sie auf keinen Fall hergeben will. Toll….

 

Was habt Ihr diese Woche gewerkelt? Habt Ihr schon zum Creadienstag geschaut?

Pantoffelfertig

 

Do you remember the cardigan I made of my friends ruined cardigan? Well, I just couldn’t throw away the rests of that project. And they were lying around until, one afternoon, we had a guest with cold feet. Suddenly, I knew what to do with this rests. I would make new felt slippers for Charlotte. I took her old ones as a model, drew the soles on the felt rest (I took double soles for more sturdiness). I glued the soles together and drew another two out of a leather rest  I had found. Leather and felt soles were glued together, too. After that I took my hole punch and made holes on the rim of the whole sole. I thought it would make sewing easer afterwards. To add some beauty I stitched motives on both of the upper sides of the soles and then stitched the rim with a sort of whipstitch. Eventually  I used the same whipstitch to sew soles and upper parts together and I got perfectly new , non fitting (too big) felt slippers for my girl. Isn’t that great?

What did you do in your studio?

Jetzt – Neu gelesen

Sato Watanabe: Kleider im japanischen Stil. 25 Projekte mit Nähanleitung

 

 

Ganz gerade genäht

Die freischaffende Designerin und Autorin Sato Watanabe hat mit Kleider im japanischen Stil ihr erstes Buch auf Deutsch veröffentlicht. Ein Glück, denn die japanische Technik, aus geraden Nähten komplexe Schnitte herzustellen, hat mich schon lange fasziniert. Vielleicht sollte ich mich einmal näher damit beschäftigen?

Watanabe kommt in ihrem Buch gleich zur Sache. Auf den ersten vierunddreißig Seiten stellt sie die Modelle vor, deren Schnitte sie später ausführen wird. Es sind sehr schlichte Kleider mit geraden Nähten, die wenigsten davon auf Figur genäht. Der Stil ist stets derselbe, nur mit jeweils unterschiedlichen Längen und Kragenvariationen. Die Stehkrägen und tief angesetzten Rocknähte erinnern an viele japanische Designer, die mit einem reduzierten Design arbeiten.

Bequeme Eleganz

Die Fotos zeigen einfache Modelle, deren figurumspielende Form sie sehr bequem wirken lässt. Ich frage mich, wie sie wohl an mir aussehen würden. Leider gibt Watanabe im Anleitungsteil an, sie gehe von einem durchschnittlichen Brustumfang von 89 – 91cm und einem durchschnittlichen Hüftumfang von 97 – 99 cm aus. Das ist wenig Spielraum, den ich als Näherin habe. Zwar gibt es teilweise Formeln zum Umrechnen auf die eigenen Körpermaße, aber das Grundproblem bleibt: ich glaube nicht, dass die Kleider an Frauen, die nicht mehr Größe 34 – 38 haben, gut aussehen.

Es ist wie bei allen Couture – Modellen. Sie sehen wunderschön aus in Magazinen und auf dem Laufsteg. Aber ich wäre mir nicht so sicher, ob ich nicht wirken würde, als hätte ich einen grauen Sack an. An mädchenhaften, mageren Figuren gefallen immer alle Schnitte, die Frau gerät zum Kleiderständer. Man muss sich schon bewusst sein, dass Watanabes Entwürfe an uns allen sehr unterschiedlich ausfallen werden.

Logische Schnitttechnik

Unabhängig davon, ob man die Modelle nachnähen möchte, interessiert auch die Technik, mit der Watanabes Entwürfe angefertigt werden. Es gibt keine Schnitte im herkömmlichen Sinn, vielmehr existiert für jedes Modell eine technische Zeichnung, nach der man das Kleid zuschneiden kann. Je nach Größe muss man vielleicht einiges abändern, die Formeln stehen jeweils bereit. Fast immer sind es gerade Nähte, die erst am Körper ihre weiche Form annehmen, mit Lineal und Geodreieck könnte man theoretisch alle Modelle nähen.

An sich stellt sich trotzdem die Frage nach dem Schnitt. Auch bei geraden Nähten muss ich mir letztendlich jedesmal, wenn ich das Kleid nähen möchte, alle Teile auf den Stoff aufzeichnen. Wie oft macht man das, bevor man einen Bogen Schnittpapier zur Hand nimmt und ein für alle mal einen Entwurf festhält? Andererseits ist es so, dass letztendlich nur Oberteil – und Ärmelumrisse sorgfältig aufgezeichnet werden müssen, da die Rockbahnen meist nur rechtwinklige Zuschnitte sind.

Faszinierende Experimente

Natürlich werde ich eines der Modelle nachnähen. Das Titelmodell gefällt mir sehr gut. Es ist schwarz und schlicht und gerade, wie alle anderen auch. Die angeschnittenen Ärmel und die eingesetzte Spitze machen es trotzdem zu etwas besonderem. Die leichte A-Linie und der Einsatz lassen es weniger voluminös erscheinen als andere Modelle und ich denke, dass dieses Modell auf jeden Fall eines ist, das jeder Frau gut steht. Viel Spaß beim Nacharbeiten!

Titelangaben:

Sato Watanabe: Kleider im japanischen Stil. 25 Projekte mit Nähanleitung.

Aus dem Englischen von Eva Korte.

Bern: Haupt Verlag, 2013. 120 Seiten. 24,90 EUR.

Drinnen und Draußen – In and Out

Ich mache so gerne Musik. Und wisst Ihr, was? Nach so vielen Jahren Musik stelle ich fest, dass ich meistens gar nicht selbst musiziere. Meistens übe ich mit meinen Kindern und helfe ihnen, zu musizieren. Üben ist nicht immer leicht, es ist sogar meistens schwer, für Kinder wie für Eltern. Es ist frustrierend, nervend, anstrengend und lästig obendrein. Ich glaube, meine Kinder und ich stehen oft am selben Punkt, alles hin zu werfen und aufzugeben, um endlich Ruhe zu haben. Aber dann? Die Töne, nach tagelangem Üben kommen sie plötzlich wie von selbst und Notenreihen fügen sich zu Liedern und Melodien, zu Etüden und Sonaten und zu wunderschönen, zauberhaften Momenten.

Ich komme nicht los von der Musik, obwohl ich so schlecht darin bin und ist das nicht absolut wunderbar?  Ich kann mich zuhause an meine wunderbaren Instrumente setzen und wunderbar komponierte Musik bodenlos schlecht nachspielen. Und niemand schimpft mich dafür! Und die Musik ist immer noch wunderbar. Genauso wie meine Instrumente. Ich sollte wirklich mehr üben ….

Was habt Ihr diese Woche drinnen und draußen gemacht?

Tasten Saitenmusik

 

Hackbrett

 

Gitarre

 

Bass

 

I love making music. I’m not good at it, but I both like making music and doing that  on my wonderful instruments. I’d have to practice a lot more and I find myself practicing more with my kids than on my own. But I guess, that’s just what life as a mum is like. Making music means making it with my kids, on my kids level and in their taste. It’s ennerving, hard and frustrating. For both mum and kids. And yet, when no one watches – I hear little girls and boys play their instruments  – Not the way I would do it, but in their own, very special way. Isn’t that wonderful? 

So we just keep on making music. 

What did you do in and out this week?

 

Auf meinem Tisch – On my Table

grüne Tomaten geschnippelt

Ich hatte so viele grüne Tomaten, dass ich ein zweites Rezept machen konnte. Stellt Euch das mal vor! Einmal süß reicht, deshalb hab ich dieses Mal die Tomaten klein geschnippelt, aber erst Mal jede Menge gehackte Zwiebeln (bestimmt ein halbes Kilo) angedünstet.

 

Zwiebeln andünsten

Im Garten hatte ich kleine scharfe Chilipaprika, die gab ich geringelt dazu.

Zwiebeln dünsten mit Chili

Schließlich habe ich auch die gehackten Tomaten mit gedünstet.

Zwiebeln mit Tomaten und Chili

 

Nun wird es kompliziert: eigentlich habe ich alle Kräuterbeete abgeerntet. Es gab also dazu: Liebstöckel,

Grüne Tomaten und Liebstöckel

Basilikum, Thymian, Rosmarin, Oregano

grüne Tomaten und Kräuter

und Borretschlüten und -blätter.

grüne Tomaten und Borretsch

 

Alles schön pampig kochen lassen, mit Essig, braunem Zucker, Salz und Pfeffer, vielleicht auch etwas Piment abschmecken.

Tomaten relish kochen

Und fertig war mein Relish aus grünen Tomaten. Es schmeckt leicht scharf und sollte gut zu Gebratenem passen!

Was habt Ihr diese Woche gekocht?

Tomatenrelish fertig

 

Oh, those tons of green tomatoes I had had this year. Made me cook twice as much as usual, and this time it got spicy. I chopped a lot of onions (maybe half a kilo) and stewed them together with chili and the green tomatoes. I then added basil, thyme, rosmary, borage, lovage and oregano. Let boil for a while, then add some seasoning, for example vinegar, brown sugar, salt and pimento. It tastes spicy, a bit hot and should go well with meat. Oh, those green tomatoes went into a really good relish…..

What’s on your table this week?

Aus meiner Werkstatt – In my Studio

Milchtetrapack

 

Wie Ihr seht, habe ich wieder Tetrapacks gesammelt. Ich war ehrgeizig und es wurden sehr, sehr viele! Damit nicht mein ganzes Fensterbrett vollsteht (was jetzt grade wieder der Fall ist), habe ich sie kurzerhand flach aufgeschnitten.

 

tetrapack zerschnitten tetramuell

 

Die Reste kamen in den gelben Sack, die aufgefalteten Tetrapacks habe ich gestapelt. Wofür?

tetrastapel

Für ein geometrisches Experiment. Vor über einem Jahr hatte ich es hier gesehen. Nun wollte ich es selbst ausprobieren. Man braucht: Viel Geduld und noch viel mehr Heißkleberpatronen. Dann könnt Ihr nämlich von den aufgefalteten Tetrapacks zwei Seiten aufeinanderkleben, festdrücken und habt anschließend ein Dreieck.

tetradreieck

Viele ineinandergeklebte Dreiecke ergeben eine Wabenstruktur. Sucht Euch selbst aus, wie groß sie werden soll!

tetradreieck kleben

Irgendwann habt Ihr eine Tetrapackwabe fertig geklebt.

tetrasechseck

Was Ihr dann macht? Noch eine zweite kleben! Genauso groß wie die erste. Ich habe dann, um präziser arbeiten zu können, aus meinen Buchversandtaschen die Form der Wabe ausgeschnitten und auf meine erste Wabe draufgeklebt. Darauf habe ich dann die zweite Wabe geklebt.

tetraturm

 

Oben und unten habe ich wieder Kartonreste zugeschnitten und aufgeklebt. Na, schon eine Ahnung, was es wird?

Tetrahocker blanko

 

Um einigermaßen glatte Kanten zu haben, habe ich sie mit Tesakrepp überklebt.

Tetrahocker mit Kreppband

 

deckelkarton

Und um es hübscher zu haben, habe ich alles mit Kleister eingepinselt und in ein Geschenkpapierrestchen eingewickelt.

Tetrahocker einwickeln

Für den Deckel habe ich mir was Passendes zurechtgeschnitten.

Kleister und Geschenkpapier Hockerdeckel Hockerdeckel kleben

Weil es noch warm genug war draußen, habe ich auf meiner Terrasse alles mit Sprühlack eingesprüht. Sieht man schon was?

Tetrahocker lackieren

Im Spielzimmer fand ich ein Restchen farbiges Klebeband. Es reichte nur für eine Seite, aber immerhin!

Tetrahocker mit Klebeband

Tara! Nun haben meine Mädels einen Hocker im Zimmer. Zum Hochklettern in Kleiderschränke und Bücherregale, zum Gitarreüben und als Puppentisch. Sehr beliebt, sehr praktisch. Wie dauerhaft, kann ich nicht sagen, aber bis zum Creadienstag wird er schon halten.

Was habt Ihr diese Woche in Eurer Werkstatt gebaut?

Tetrahocker fertig

 

 

I’ve been collecting LPGs again lately. And now I have a lot – and I needed a lot, plus even more hot glue sticks. I cut them open so that they wouldn’t take as much space and then – I glued two sides onto each other. Now I had triangles. And I made a lot of them. When you glue those together (look at the pictures shown above) you get a hexagon. A real big one. And I made another one of exactly the same size. I wanted to glue them together, so I cut a left over board in exactly the same size and glued it in between my two hexagons. Got a clue?

I covered all the edges with scotch tape to make it more even and I then painted it with wallpaper paste. After that, I wrapped it in a nice giftwrapping paper I had found. For the top and bottom I cut two more cardboard hexagons and glued them onto my now pretty big hexagon. I covered top and bottom with another giftwrapping paper (and wallpaper paste) and let it dry. The day after, I varnished it outside and decorated it with some left – over red scotch tape. 

What do you say to my girls‘ newest stool? They needed it for climbing in their closet, practicing instruments and playing with their dolls. 

What did you do in your studio?

Jetzt – Neu gelesen

 

 

Maria Neumeister: Upcycling mit Nähmarie. Über 30 Produkte zur kreativen Wiederverwertung

 

An die Werkbank, fertig, los!

 

Wie schön, dass Upcycling endlich im DIY – Mainstream angekommen ist. Davon zeugen die vielen einschlägigen Bücher, die derzeit auf den Markt kommen. Mich freut es, dass nun auch die Bloggerin und Ladeninhaberin Maria Neumeister, alias Nähmarie, Über 30 Produkte zur kreativen Wiederverwertung für unsere Bücherregale spendiert hat!

Die Nähmarie weiß offensichtlich, wovon sie spricht. In Widmung und Danksagung nämlich erinnert sie sich an eine sehr kreative Kindheit mit Handarbeiten und Wiederverwertung. Ihre Erfahrungen spiegeln sich in einem kunterbunten Inhaltsverzeichnis wieder, das in die Bereiche Kleidung und Accessoires, Einrichtung und Dekoration sowie Hübsches und Praktisches aufgeteilt ist. Allerdings sind es nur 27 Projekte, das »über« bezieht sich wohl auf die weiteren Gestaltungstipps, die Neumeister bei jedem Projekt gibt.

Schöne Ideen, gut erklärt

Die Fotografien in Upcycling mit Nähmarie sind immer wunderschön. Da sieht man gerne nach, dass viele Doppelseiten auf einer Seite ein großes Foto haben und auf der gegenüberliegenden nur ein paar Stichpunkte und wieder viele Fotos. Außerdem werden die Anleitungen dadurch gerade für WerkelanfängerInnen selbsterklärend, und schließlich weiß man als Autorin nie, welchem Publikum man sich gegenüber sieht.

Sehr sympathisch ist, dass die verwendeten Upcyclingmaterialien auch für Normalsterbliche zugänglich sind. Es werden alte Tischdecken zu Tellerröcken, Lederjacken zu Fransentaschen, Wäscheleinen zu Obstkörben. Nachdem ich nicht unbedingt an Accessoires hänge, brauche ich keine Ketten, Armbänder und Schlüsselanhänger aus Lederresten. Aber sie alle sind hübsch anzusehen, das muss ich auf jeden Fall sagen!

Material- und Technikvielfalt

Es wird mit Nähmarie gewickelt, geflochten, genäht, gestickt, geklebt, gewebt und zwar mit den verschiedensten Materialen von Stoff über Leder, zu eben Wäscheleine, Konservendosen, Seil und Altglas. Manche Projekte würde ich auch meinen Kindern zutrauen, so das Eulenkissen aus alten Handtüchern oder – mein persönlicher Favorit – der stabgewebte Teppich aus Jerseybändern. Bei anderen Vorhaben darf man experimentieren, da werden Tüten gebügelt, Spitzendeckchen eingefärbt und Regenschirme zerschnitten.

Ein schöner Abschluss ist der Hinweis auf Musterwalzen für Stoff- und Papierdruck, in meiner Unwissenheit war mir das entgangen und so habe schon wieder etwas gelernt. Die vier Seiten Schnittvorlagen hätte ich nicht gebraucht, sie stören aber auch nicht. Ich muss sagen, ich habe mich sehr über dieses Upcyclingbuch gefreut, finde auch das Layout vom Verlag sehr gelungen und freue mich schon, drauf los werkeln zu können.

Titelangaben:

Maria Neumeister: Upcycling mit Nähmarie. Über 30 Projekte zur kreativen Wiederverwertung.Igling: Edition Fischer Verlag, 2013. 128 Seiten. 16,90 EUR.