Archiv für den Monat: Februar 2013

Drinnen und draußen

SchneemobileEs ist so eine herrliche Winterwoche!

Am Freitag durfte Charlotte sogar verkleidet in die Schule laufen, Friederike und Johann gehen seit letzten Donnerstag jeden Tag verkleidet in den Kindergarten. Unsere Abmachung, sich für nur ein Kostüm zu entscheiden, haben sie großzügig ignoriert und ich hatte in einer Woche Wickies, Zauberer, dunkle Lords, Hasen, Kasperle, Ritter und Prinzessinnen. Wie froh bin ich, dass mein Garten noch schläft, närrische Kinder und sprießende Pflanzen wären zuviel. Als die Kinder aus dem Haus waren, habe ich mir die Kamera geschnappt, den Schnee so gut es geht weggeschippt und dann meinen schlafenden Garten fotografiert. Der Schnee liegt schwer auf den Bäumen, ich kann mir nicht vorstellen, dass ich in diesem Garten jemals wieder arbeiten werde.

Futterhausschnee

Magnolieschnee

Schneebank

 

Aus meiner Werkstatt

Heute zeige ich Euch das Geburtstagsgeschenk, das ich meiner Freundin gemacht habe. Sehr Aufmerksame erkennen dabei den einen oder anderen Stoff aus meinen Januarprojekten wieder – manchmal arbeite ich so viel, dass ich gar nicht alles rechtzeitig hier zeigen kann…

Es wurde ein bunter, fröhlicher Rock für meine sehr bunte und fröhliche Freundin, ich dachte an Frida Kahlo beim Nähen, an den Sommer und daran, dass schwer beschäftigte Mütter immer nur bequeme Sachen wollen. Und damit auch das Auspacken eine schöne Sache wird, habe ich ihr noch eine Box dazu beklebt, die sie auch später noch für ihre Deko- und Bastelsachen verwenden kann.

Seht selbst!

Rock in Kiste Rock Borte

Boxen

 

Box gewickelt

Box Foto

Box fast fertig

Geschenk B fertig

Auf meinem Tisch

Nun wird der Winter elend lang. Ich weiß es aus vielen Februars Erfahrungen. In dem Augenblick, in dem Fasching vorüber ist und die Fastenzeit naht, nimmt der Winter kein Ende mehr. Manchmal brauche ich da ein bisschen Beschäftigungstherapie. Diesmal war es ein neuer Duft für mich. Ich liebe Lavendel. Er erinnert mich an Sommer, an Frühling, an Hitze und Sonne. Vor allem aber an meinen bunten und blühenden Garten. Ich habe letztes Jahr Lavendelstauden gepflanzt, die Ausbeute war ob der Größe der Pflanzen noch gering, aber dafür bewirtschaften wir doch einen Garten: im Gedanken daran, dass er uns eines Tages ernähren wird. Kurz: diesmal musste ich noch Lavendelblüten zukaufen, ich hoffe sehr, dass ich mir das bald ersparen kann.

Hier ist das Rezept des Tages: Ein Lavendeldeodorant! (Ein Rezept, das ich aus dem Naturkosmetikbuch von Heike Helen Rech habe)  

Ihr braucht nicht viel: eine Handvoll Lavendelblüten und 1/2 Liter Apfelessig (oder anderen Obstessig).

Apfelessig

Lavendelblüten

Lavendelblütenpack

Essig und Blüten gebt Ihr in einen Topf und lasst alles 1/2 Stunde kochen.

Lavendelessig in Topf

Danach muss alles abkühlen und Ihr könnt dann die Flüssigkeit abfüllen.

Lavendelessig fertig

 

Für das Deodorant braucht Ihr eine saubere Sprühflasche. Ich habe meine ein wenig verziert, bevor ich das Deodorant eingefüllt habe, das Auge riecht schließlich mit!

Flasche blanko Deoglas und flasche

Deo Trichter

Deo offen

Deo fertig

Jetzt

  • Friederike Gartenkatalog 2 Friederike Gartenkatalogbeginnen bei uns die heißersehnten Winterferien und wir haben: Winter!
  • konnte ich mich am Wochenende in einen kurzen Winterschlaf verkriechen und Defizite abbauen.
  • klappern meine Nadeln wieder: ich liebe Resteverwertung!
  • brauche ich mitten im Winter endlich, endlich, endlich Frühling!
  • ist es Zeit, an meine Saatgutbestellung zu denken, denn Winter wird es nicht ewig bleiben.
  • hätte ich mir gleich denken können, welches meiner Kinder unbedingt seine Nase in meinen Gartenkatalog stecken musste.
  • wird die Liste meines Gartenbedarfes immer länger und länger.
  • ist Johann seltsamerweise übers Wochenende um eine Kleidergröße gewachsen. Das bedeutet Arbeit für eine Mama!
  • ist es so kalt, dass ich mir Sorgen um meine Knospen im Garten mache, die in der milden Witterung der letzten Wochen aus der Erde gekrochen sind.
  • stelle ich meine innere Uhr auf Gartenzeit um und widme dem Brainstorming viel Zeit: was will ich im Garten haben, welche Bäume sollte ich vielleicht doch noch schneiden und lässt sich nicht doch etwas für den Garten nähen –
  • habe ich noch eine Woche Restfasching vor mir : auch das kann überstanden werden.
  • fragen mich meine Sensationssüchtigen Kinder ständig, wann endlich Ostern ist!
  • beginnt eine neue, kalte und bunte Woche bei uns.

Ich wünsche Euch allen einen guten Start in die neue Woche!

 

Liste Garten Liste Groß

 

Drinnen und draußen

Wenn unser Tag beginnt, ist es noch dunkel. Das ist das Traurige am Winter. Die Tage beginnen in der Finsternis und enden darin. Vor ein paar Tagen war ich mit den Kindern morgens draußen, Schnee schippen. Ihre Spuren im Schnee waren schnell das Einzige, was mir von ihnen blieb. Sie treffen sich mit ihrer Laufgruppe und beginnen ihren eigenen Tag in Schule und Kindergarten. Etwas später habe ich dann ihre Spuren weggeschaufelt und drinnen auf Tageslicht gewartet.

Schneespuren

Spielhaus Morgen

Wenn mittags dann wieder alle eintrudeln und müde sind von der ganzen Woche und auch ein bisschen quengelig, dann muss sich die Mama etwas einfallen lassen, das meine Mädchen und Jungs wieder auf den Boden bringt.

Diesmal habe ich aus alten CDs und Pinseln Spindeln gebaut, ich denke, die Technik erschließt sich von selbst.  Es ist wichtig, dass ganz oben und direkt oberhalb der CD jeweils ein Gummi mehrmals herumgewickelt wird. Wir hatten zuvor immer Schwierigkeiten, die Wolle festzuhalten. So lässt sich die Wolle viel leichter zu Garn verspinnen. Zum Spinnen mit Handspindeln gibt es online bestimmt viele Videos. Letztendlich drehen die Kinder die CD im Uhrzeigersinn und halten oben die Wolle solange fest, bis sie an den Fingern die Spannung spüren. Friederike klemmt sich die Spindel zwischen die Knie, damit sie beide Hände frei hat, wenn sie Wolle nachlässt. Es funktioniert wirklich!

Spinnen1 Spinnen2 Spinnen3 Spinnen4

Spinnmädels

Es lohnt sich, das mal auszuprobieren, wir hatten gut zwei Nachmittage damit zu tun. Und erst die Projekte, die folgen werden und in den Köpfen bereits entstehen!

Was habt Ihr drinnen und draußen gemacht?

 

Aus meiner Werkstatt

Es ist Karneval!

Das heißt, in unserer Werkstatt ist Hochbetrieb. Die Devise für  dieses Jahr war: ihr dürft werden, was ihr wollt, solange Geldbeutel und Umwelt nicht unnötig belastet werden. Deshalb hieß es: ran an die Stoffrestekisten und die Recyclingtonne.

Und was es wurde?

Zweimal Wickie und einmal Lord Helmchen – wir hatten Johann einmal eine Szene aus Space Ball  gezeigt – gingen am Samstag gestylt auf die Piste. Für die Kostüme hatten wir einigermaßen lang gebraucht. Da war ich dankbar, dass wir für Johanns Kostüm bis auf den Helm alles aus dem Fundus benutzen konnten. Mein Bruder war als kleiner Junge mal Vampir gewesen, und Charlotte war letztes Jahr als Teufelchen verkleidet. Für die Helme hatten wir Luftballons aufgeblasen und mit Pappmaché beklebt.

Charlotte Helm

Wickie Rohlinge

Alles wurde aus Papier gefertigt, die Hörner über mehrere Tage extra aufgebaut.

Helmchen Rohling

Anschließend habe ich die Helme mit Acrylfarbe bemalt, bei den Wickie Helmen habe ich Effektacrylfarbe benutzt.

 

Lord Helmchen Helm

Die Wickie Kostüme waren schnell genäht. Für das Wickie – Kleidchen von Friederike habe ich einen lila Vorhangstoffrest benutzt, der dunkelblaue Stoff war aus Wolle und der hellblaue ein Leinenrest. Für den Kragen habe ich Viskosejersey genommen, damit ich keine Probleme beim Besatz habe und sich alles dehnt. Am Rücken habe ich oben am Kragen einen Knopf eingenäht. Es gibt keinen Schnitt – ich habe ein gut passendes Shirt als Grundlage genommen. Die Armausschnitte habe ich nach innen geklappt und versäubert – schließlich musste es schnell gehen!

Wickie Stoffe

Wickie Zuschnitt

Wickie Kleid fertig

halbe Wickie halbes Helmchen

Das fertige Kleid haben die Mädchen mit Wachsmalkreiden bemalt, die wasserfest sind. Allerdings bleichen sie stark aus.

Für Lord Helmchens Kostüm konnte ich, wie gesagt, aus dem Fundus schöpfen….

 

Was werden Eure Kinder im Fasching?

 

Auf meinem Tisch

Das einzige frische regionale Gemüse im Moment ist noch das Weißkraut. Wir hatten selber zwei Spitzkohlköpfe im Garten, doch sie sind lange aufgegessen. Auch unser Zuckerhut hat den letzten Frost vor zwei Wochen nicht überstanden. Auf dem Markt und im Supermarkt gibt es natürlich noch Weißkohl  – und damit eine große Portion Salat für eine große Familie.

So gab es Weißkrautsalat zum Abendessen. Seit meiner Kindheit mag ich ihn gerne, genauso wie mein Mann und meine Kinder. Jakob half mir bei der Zubereitung, deshalb dauerte es etwas länger und brachte so viel mehr Sauerei mit sich. An sich ist es aber ganz einfach:

Ein Kopf Weißkraut wird geviertelt, die Strunkansätze schneidet Ihr ab.

Krautviertel

Alles wird möglichst klein geschnitten. Mit 2-3 TL Salz einsalzen und das Kraut mit der Hand gut durchdrücken, damit die Fasern aufbrechen.

Jakob Salz

Salz in Kraut

Dann gebt Ihr 1-2 TL Kümmel dazu und eine klein gehackte Zwiebel (Zwiebel schmecken auch ohne Salat lecker, findet Jakob).

Zwiebel

Kümmel in Krautsalat

Das restliche Dressing bereitet Ihr aus 2 EL Essig, 4 EL Öl und 1/2 TL Zucker, sowie etwas Pfeffer. Alles muss ein bisschen durchziehen, damit das Kraut den Geschmack annimmt. Wer mag, brät ein paar Schinkenwürfel an und gibt sie oben auf den Salat, Speck und Schinken passen hervorragend zu Krautsalat!

 

Speck anbraten

Krautsalat fertig

Und schon habt Ihr etwas von meiner bayerischen Heimat auf Eurem Tisch.

Was kocht Ihr so diese Woche?

 

Jetzt

Primeln

Gänseblümchen

Tulpenknospen

 

  • beginnt endlich ein neuer Monat, der uns dem Frühling etwas näher bringt: Hallo Februar!
  • habe ich jede Menge neuer Projekte, die darauf warten, hier vorgestellt zu werden – am besten, Ihr schaut die nächsten Tage wieder vorbei!
  • hatten wir ein aufregendes Wochenende mit Kinderfasching und Kinderkonzert und Ihr werdet staunen, wie fleissig meine Kleinen gebastelt haben.
  • starten wir in eine neue, genauso spannende Woche mit Karneval, Musikschule, Sport und meiner Lesepatenschaft im Kindergarten.
  • hoffe ich sehr, dass die kommende Woche ebenso mild wird wie die letzte, das lässt hoffen und ich kann bald Saatgut für meinen Garten bestellen.
  • wünsche ich mir so sehr, dass die neue Waschmaschine endlich, endlich kommt, wie konnte ich nur vergessen, dass sie das wichtigste Gerät in meinem Haushalt ist?
  • kann ich keine Wäscheberge mehr in meiner Badewanne sehen, wie haben das die Frauen früher bloß geschafft?
  • kann ich sogar schon die Spitzen von meinem Knoblauch im Garten sehen – Friederike hatte im Herbst einfach Knollen in die Erde gesteckt. Wer hätte gedacht, dass das funktionieren würde?
  • Was habt Ihr vor im letzten Wintermonat?