Archiv der Kategorie: Laden

Paperpeople

Meine Werkstatt ist grade ein heilloses Durcheinander. Gefühlt tausend Projekte laufen parallel und nehmen Platz und Zeit in Anspruch. Wenigstens eins davon konnte ich letzte Woche realisieren und damit anfangen, mein Schaufenster im Laden wieder umzuräumen. Darf ich vorstellen?

My studio is a mess, as far as everybody can see. I work on  a thousand projects in a time. At least one was finished last week so that I was able to redecorate the shop window. May I introduce you to….

Paperpeople…..

 

Gemacht aus Draht und Papier, gegossen in Beton, mit Filzunterlage.

Made of wire, paper and concrete, with some felt at the bottom.

Sie wanderten erst durch meine Werkstatt, dann durch die meines Mannes, dann durch mein Wohnzimmer und schließlich in den Laden. Ein stilles, bewegtes Völkchen aus Buchstaben und Stein. Ich mag sie sehr.

They were wandering through the studio, through my husband’s garage, through the living room and eventually to the shop. A silent people of letters and stone. I like them a lot.

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Vorbereitung für die nächste Saison – Seasonal Preparations

Ich mag das böse Wort noch gar nicht aussprechen: Winter.

Aber da ich nun mal einen Laden habe, kann ich nicht erst im Winter Wintersachen machen. Also quäle ich mich quer durchs Jahr. Meine Mützen habe ich an Pfingsten gehäkelt (bei dreißig Grad!), in schönstem Herbstwetter habe ich mich an einen Adventskalender gemacht.

I don’t want to say that bad, bad word: winter. But it’s coming soon and I can’t start making seasonal stuff for my shop in winter. Hence I crocheted hats in summer and I sewed an advents calendar in autumn.

Ich hatte nämlich grade nochmal ein paar Hemden geschenkt bekommen und einmal quer durchgezählt – es reichte für vierundzwanzig Säckchen. Ich habe nur die Manschetten abgeschnitten und es sind auch nicht alle Säckchen ganz gleich groß – schließlich waren auch die Hemden unterschiedlich.

I took only a part of the sleeves from the shirts I had been given. It was an easy peasy thing yet time consuming with all that short seams and ironing and fixing the snaps. But I got it done and now it’s quite a happy sort of calendar waiting to be filled with goodies…..

Aber vierundzwangzig Mal habe ich die Manschetten zusammengenäht, gebügelt und mit Snaps an ein hübsches silbernes Band geknöpft. Das macht meinen Adventskalender waschbar, die Säckchen können getauscht werden und zum Befüllen abgenommen werden. Ich habe auf Zahlen verzichtet, auf meinen Adventskalendersäckchen sind auch keine drauf, meine Kinder öffnen einfach eins nach dem anderen. Hier passt sogar ein bisschen mehr als eine Kleinigkeit hinein….

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Es wird wieder gestrickt! Knitting again!

Das Prinzip war – zumindest gedanklich- einfach. Ich stricke eine lange Fläche, nähe oben und unten ein Stück zusammen und habe dann ein Jäckchen. So hab ich es auch gemacht und damit mir nicht langweilig wird, habe ich mir ein wildes Spitzenmuster ausgesucht. Der Mittelteil ging gut, die Rapporte waren gut lernbar, aber die Randbordüren hatten es in sich, inklusive Fehler auf der Zählkarte, den ich aber erst spät gefunden habe (dreimal auftrennen, dreimal wundern, weshalb mir am Ende einer Reihe andre Maschen übrig bleiben als angegeben etc). Alles wurde gut und ich habe ca. 180g meiner selbst gesponnenen Wolle verstrickt. Das finde ich immer toll bei Lace – Modellen : den geringen Mengenverbrauch! Nach dem Spannen habe ich als Ausschnittblende ein Pelzchen angenäht – sehr kuschelig und schließlich wird es Herbst. Außerdem konnte ich so wieder einen Teil aus einer meiner Fundkisten abarbeiten…

Jetzt hängt das Jäckchen im Laden, ich habe nämlich schon so eins und liebe es heiß und innig.

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At least I thought that would be easy – knitting a long square shawl and then sewing it together at the top and the bottom which would make a nice shrug. Well, that was easy. But I had my difficulties with the lace pattern I chose. Flaws in the pattern ( which I found too late), and a lot of counting at the beginning and in the end. Well, I guess, that makes my brain work a bit. I love the amounts of yarn I need in lace – I guess only about 180g! For some fancy, I added a little fur on the collar. Never without fur in winter, I guess.

Altes Hemd, neue Tunika – Old Shirt, New Tunic

Der Kragen sei abgestoßen meinte mein Mann und fügte hinzu, das ginge gar nicht. So?

No one wants to have a torn collar, do you. Well, I do. Because.

Kein Riss im Hemd, kein Fleck daran, nur ein abgestoßener Kragen. Den kann ich ja abtrennen, oder? Ich habe ziemlich viel abgetrennt, diesmal. Um den Kragen herum habe ich so großzügig abgeschnitten, dass ein kleiner V-Ausschnitt entstand, die Weite habe ich auch reguliert und unter der Brusttasche habe ich das ganze Hemd auseinandergeschnitten. Die untere Weite ließ ich, aber die Armausschnitte habe ich enger gemacht. Auch die Ärmel habe ich gekürzt, die Armkugel aber einigermaßen gelassen. Dann habe ich alles wieder zusammengenäht, nur verkehrt herum.

As long as only the collar is torn and not the shirt, I can do a whole lot with it. I cut a lot this time, to be honest. Cut away the collar to make a V-neckline, cut away the lower part under the breast pocket and cut away the sleeves. And stitched it together again, in parts vice versa and a bit slimmer.

Die vordere Knopfleiste vom Unterteil habe ich hinten angenäht, die Seitennähte geschlossen. Weil das Unterteil nun weiter war als das Oberteil, brauchte ich hinten und vorne zwei kleine Falten. Das sieht aber eigentlich auch sehr hübsch aus. Die Ärmel habe ich sehr knapp umgenäht und eingesetzt, zwei kleine Falten geben ihnen etwas Verspieltes. Den Ausschnitt habe ich mit einem Schrägband verstürzt, weil weiß oft nicht gleich weiß ist, habe ich mich für ein farbiges Band entschieden.

Hence the buttons were placed on the back, the sleeves shortened to cute girlie short sleeves and the neckline was trimmed with a colorful ribbon. And with some work and time, a beautiful new tunic now hangs in the shop. Well, I love to sew without pattern. And I’m eager to know, what autumn will bring in sewing……

So. Es war ziemlich pfriemelig, aber nun hängt eine neue, freundliche Tunika im Laden und ich bin begeistert, was man alles so ganz ohne Schnitt nähen kann. Mal sehen, was der Herbst noch für Upcycling Mode bringt…..

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Weg mit den Resten – Stash busting

Ich weiß wohl, dass ich das nie schaffe, aber die Hoffnung stirbt zuletzt – meist habe ich mehr Stoffreste auf dem Haufen, als ich wegarbeiten kann. Und nachdem ich auch nicht täglich für den Laden nähe, ist das manchmal schwierig….

I know I never will be able to get it done, but I still have some hope. Usually I get more leftover clothes and linens than I could ever get sewn.

Diesmal hat es mir eine bunt gemusterte, grüne Tischdecke angetan. Sie ist eckig und ich wollte gerne die Grundstruktur für den Rock erhalten. Ich habe eine Jeans gefunden, die eine neue Bestimmung sucht, und um die Taschen herum ausgeschnitten. Ich habe einfach einen Schlitz in die Deckenmitte gemacht und ihn an den Seiten so weit vergrößert, dass ich die Jeans problemlos daran festnähen konnte. Die Taschen habe ich ausgespart, sie sollten ja benutzbar sein, und nachher separat festgesteppt.

This time I fell in love with a green patterned tablecloth. As it is a square one I thought it might be nice to keep this structure for the a skirt. I found a pair of blue jeans looking for a new life and cut it round its back pockets. I cut a slit in the midth of the tablecloth and fit the blue jeans in. I stitchted the pockets at last from the outside, as I wanted them to be really used.

Zum Aufhübschen und für den perfekten Spätsommergipsylook habe ich noch eine dunkelrote Quastenborte rundherum angenäht. Jetzt hängt der Rock fertig an der Puppe im Laden, denn die Jeans hat Größe 33 und passt mir leider nicht. Ein Unglück eigentlich.

For some gipsy decoration I added a purple red ribbon with pompons. And had to hang it in the job as the skirt didn’t fit me. Unfortunately.

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Kopfblumen – Flowers on my Head

Dies ist der letzte Teil meiner Schaufensterblumen – solche nämlich, die sich auf die Haare neuer Besitzerinnen freuen!

This is the last part of my flower trilogy  – namely that of the flowers waiting for fresh hair…..

Aus Futterstoffresten habe ich verschieden große Kreise zugeschnitten, die ich dann wiederrum fünfmal eingeschnitten habe, es ergeben sich so fünf Blütenblätter. Jeder Kreis wird in großem Abstand über eine Kerzenflamme gehalten. Aufpassen, dass nichts Feuer fängt! Die Futterstoffe schmelzen oft willkürlich in eine sehr schöne Blütenform. Manchmal brennen sie auch, dann überlege ich mir etwas anderes.

I took some polyester lining left overs and cut them in circles with again five cuts in each of them. If you are careful and hold them above a candle light, they will – hopefully – melt in a flower shape. Some just burn and I have to think of another method for those.

Wenn Ihr genügend Blüten habt, werden immer vier oder fünf zerschmolzene Blütenblätter zusammengenäht und mit einer Perle innen fixiert.

As soon as you have enough circles, sew them toghether and fix a pretty bead in the middle.

Ich habe hier Haarreifen geklebt, es wären aber natürlich auch Haarspangen oder Haargummis denkbar. Die Blüten habe ich mit Heißkleber an die Haarreifen geklebt. Es braucht etwas Fingerspitzengefühl, aber es hält gut!

 

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This time I made alice bands, but you cut of course do some slides or hair ties. I used hot glue for the bands and it’s a bit hot and tricky, but works out just fine!

Garten in der Werkstatt – A Garden in the Studio

Das hier war mein Schaufenster, bevor es im Laden war: ein chaotischer Haufen von Blumen und Blüten und Drähten und Stoffen in der Werkstatt. Unter anderem habe ich PET-Blüten gemacht. Sie werden aus dem Boden der PET-Flaschen geschnitten. In unserem Urlaub letztes Jahr haben wir festgestellt, dass die Italiener unglaublich viele bunte PET-Flaschen benutzen. Wir haben sie alle ausgewaschen und aufgehoben und ich habe sozusagen meine Urlaubsernte verwerkelt. Der Flaschenboden wird zu Blüten geschnitten und geschmolzen. Mit dem Lötkolben löte ich Löcher ins Plastik, durch die ich dann meinen Perlendraht ziehe. Je nach Blüte fädle ich passende Perlen auf. Der Draht wird fixiert und eine Spange dient dazu, die Blüten flexibel einsetzbar werden zu lassen. Zum Beispiel an einem Geschenk oder, wie hier in meinem Laden, an einem Zweig. Schön, wie sie glitzern, oder? Mein Laden ist bunter und in den Weltmeeren schwimmen diese PET-Flaschen nicht.

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This is, what my shop decoration looked like before it was placed in the shop: a total mess of flowers and blossoms. For example, I did PET – Flowers. They are cut out off the bottom of PET -bottles, melted and arranged with beads. On our last trip to Italy we found out, that beverage bottles there had all kind of colors. So we collected them, washed them and brought them home. Which means this is some sort of holiday memory. For a twig or a present. I love their gleam in my window.

Maifenster – May’s window

Wisst Ihr noch?

Ich bin fertig und mein Schaufenster ist dekoriert mit allem, was mir blumig genug erschien. Ich habe noch ordentlich schnippeln müssen, aber genügend Girlanden gemacht. Nur die Fotos sind von drinnen, es war mir einfach zu kalt draußen.

Ich finde, die Blütenkelche sehen ganz zauberhaft aus und obwohl jede Girlande anders ist, harmonieren sie gut. Ich brauche endlich Frühling um mich herum. Und jedes Mal freue ich mich, dass wir die uralten Vorhangschienen im Laden gelassen haben, sie nehmen mir so viel Arbeit ab!

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Do you remember?

I am done with my new shop window. I decorated it with everything that looked like spring and flowers. I had to do some more cutting of egg boxes but I got enough garlands. Only the pictures were taken from the inside, it was simply to cold outside.

I love the blossoms and think they go together so well. I need some more spring around  me this time of the year.

Farbe in der Werkstatt – Color in my Studio

In meiner Werkstatt sieht es schlimm aus. Ich brauche demnächst mal zwei Vormittage zum Klar-Schiff – machen, das sehe ich schon. In der Zwischenzeit allerdings arbeite ich an meinem nächsten Schaufensterprojekt. Theoretisch hätte ich gern, dass es bunt und voller Farbe wird. Theoretisch. Praktisch ist das ganz schön schwer, denn alles, was selbstgemacht ist, hat mit einem Haufen Arbeit zu tun. Diesmal habe ich mich für Girlanden entschieden. Bei unserem Eierkonsum fallen viele Kartons an. Ich nehme sie für alles Mögliche: zum Sortieren, im Garten zum Mulchen und eben auch zum Basteln. Deshalb habe ich nur die Spitzen ausgeschnitten und eingefärbt. Das mache ich meist, wenn ich auch etwas anderes anmale, damit ich nicht nur wegen der Kartons Farbe verbrauche. Mit Perlen und Schusterzwirn aufgefädelt, geben sie sehr hübsche Girlanden, die an zarte Blüten erinnern. Hm. Nur, dass ich viele davon brauche, um mein Schaufenster zu füllen. Mal sehen, ob ich es schaffe….

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My studio is such a mess. Which means I definitely need to mornings for cleaning and tidying up. In the meantime I work on a new shop window projects. I want to have a colorful window and I need something for my windows to hang it. Which makes flower garlands, made of egg boxes. I cut them and color them and then thread them on a thin twine with beads in between. Looks so lovely. But I have to make tons of them to fill a window. Let’s see, if I make it! 

Neues Schaufenster – New Shop Window

Den ganzen trüben Januar über habe  ich für dieses Schaufenster gearbeitet. Ich wollte viele Kerzen haben, denn am Weißen Sonntag wird hier Erstkommunion gefeiert und wer weiß, vielleicht braucht jemand noch eine Kerze? Eine ist schon verkauft, der Rest steht im Fenster. Schon lustig, nach wie wenig Aufwand manchmal Dinge aussehen, für die man ewig gebraucht hat. Erst Mittw Februar hatte ich alle Kerzen beinander. Und das, obwohl ich schon letzten Sommer ein paar Taufkerzen gemacht hatte. Ist es nicht verrückt? Die Kerzen mache ich nur vormittags, wenn keine schreienden Kinder um mich rum sind und ich denken kann. Manchmal denke ich mir was aus (wie den Blätterbaum), manchmal sind die Ideen anderer genial. Manchmal erinnere ich mich an meine Kindheit (wie die Kerze ganz rechts unten). Insgesamt stelle ich fest: Kerzen mag ich einfach.

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All that cold January long I have been working on that shop window. I wanted to have a whole lot of candles because as a catholic mama I know there’s a holy communion comming up after easter. Maybe someone wants a candle?  I already sold one, the rest remains in the shop window. It’s funny how easy -peasy the candles are sometimes looking although they were time consuming to make. I work in the mornings without kids, so to be able to think and be creative. Sometimes I come up with an idea (like the tree), sometime others had an idea and sometimes I remember my childhood (the right one below). To sum it up: I love candles.