Archiv der Kategorie: Upcycling

Auf Vorrat werkeln

Der Wahnsinn beginnt bald wieder, oder hat er mich längst eingeholt? Nächsten Montag starte ich nach vier Wochen Praktikum zurück in die Schule und werde dort wahrscheinlich vom Lernstoff erschlagen. Mein Stundenplan zeigt mir massenweise neue, spannende Fächer, in denen Klausuren geschrieben oder mündliche Prüfungen gehalten werden. Ich denke mir fast zwanghaft, dass ich in der einen Woche Pause alles mögliche erledigen muss.

Manchmal mache ich es mir dabei einfach. Schon lange möchte ich die Küchenrolle bei mir im Haus ersetzen, ich weiß noch nicht, ob mir das gelingt. Aber ich nähere mich. Die letzten Tage habe ich frech mit der Zackenschere alte Handtücher zerschnitten und hoffe darauf, dass Frechheit siegt. Die Zeit rennt mir davon, das Weihnachtsgeschäft wartet und meine Kunden haben fleißig Aufträge platziert. Eigentlich habe ich keine Zeit, für meinen eigenen Haushalt Dinge herzustellen. Aber vielleicht franst das alte Handtuch ja dank der Zackenschere nicht aus, was meint Ihr? Dann schneide ich noch Taschentücher und Geschirrtücher aus alter Bettwäsche zurecht, das wäre mir das allerliebste…..

Außerdem habe ich beschlossen, meine Kräuterbadewanne langsam abzuernten. Ich habe mir etwas Garn geschnappt und gleich fertige Bündel für Sirup und zum Würzen gebunden, die jetzt in der Küche trocknen. Zum Teil jedenfalls, denn es sind ganz schön viele. Wenn ich koche, reicht mir ein Kräuterbündel zum Würzen. Es funktioniert wunderbar, denn gestern gab es mit dem geernteten Gemüse und den Kartoffeln schon eine bunte Gemüsesuppe.

Damit mir nicht langweilig wird, habe ich mit meinem Mann zusammen noch einen kleinen Konzertabend gestaltet. Es war wunderschön, und jetzt bin ich froh, dass die Proberei erst mal pausiert. Euch eine gute Woche!

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Vorbei mit der ruhigen Zeit

Manchmal bleibt einfach nicht mehr Zeit als für einen schnellen Gruß aus der Versenkung. Fast bin ich froh, dass die Apfelernte dieses Jahr bescheiden ausfällt, so habe ich weniger zu tun. Trotzdem, ein bissel was geht immer. Diesmal gibt es mit unseren Birnen – und denen meiner Freundin etwas Birnensenf. Eigentlich nur Birnenmarmelade, die später mit Senfmehl, Essig und Gewürzen vermischt wird. Rhabarber hab ich auch noch einmal geholt, zum letzten Mal. Sogar ein paar Äpfel waren erntereif, was will ich auch mehr. Sogar für zwei Schüsseln Apfelessigansatz hat es gereicht, der darf erst mal eine Woche gären.

Mein ziemlich großer Korb wächst und gerät an seine Volumengrenze, jetzt mach ich ihn halt wieder kleiner. Was aus einer Pralinenschachtel so alles entstehen kann….

Meine Ausbildung schickt mich in ein neues Praktikum, während ich zuhause über Neuroanatomie nachdenke und über meine Apfelverwertung, darf ich tagsüber ständig neue spannende Geschichten hören. Es ist tatsächlich unglaublich. Wie war Euer Sommer?

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Aller guten Dinge sind – viele

So, heute wende ich mal wieder an, was ich gelernt habe. Mit Transfer, denn eigentlich soll ich ja mit Peddigrohr flechten. Aber wenn meine Nachbarin schon mal eine große Tasche alter Kataloge bringt, was soll ich da machen? Da kann ich sogar die Papierröllchen nach Farben sortieren, bevor ich sie verflechte. Manchmal hilft innen eine Schüssel als Maß, viel geht nach Gefühl, bebilderte Anleitungen finde ich vor allem im slawischen Raum, da kann ich zwar nichts lesen, aber die Bilder sprechen für sich.

So lange es draußen regnet, sorge ich so drinnen für Ordnung. Es lebe Papier!

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Dies und das und viel Papier

Ich kann es nicht lassen, will auch gar nicht. Es gibt massenweise Papier in diesem Haus. Mittlerweile wandert es durch ganz Metzingen bis zu mir und wird verwurstet. Diesmal ein Auftragswerk und ein Eigennutz. Mögt Ihr raten, was was wird?

Mal sehen, was Ihr seht. Auf jeden Fall hab ich demnächst blaue Finger und einige Zeitungen weniger. Der Wein war auch gut. Alles in allem, ein schöner Abend.

Ab damit zum Creadienstag, zu HoT, Gusta und Dienstagsdinge!

 

Road Trip IV

Meerkontakt auf 12 Uhr! Ehrlich, das waren Jakobs Worte, als wir auf unserer nächsten Etappe Biarritz erkundeten. Wir hatten den Bus auf dem P+R Parkplatz gelassen, unser T5 schien nicht geeignet für die elegante französische Atlantikküste. Schon das hübsche Rathaus mit ausladendem Blumenarrangement raubte uns den Atem, ganz zu schweigen vom Casino und den hübschen Strandkabinen am Ozean. Meine Kinder erinnerten sie etwas an die Legionärszelte von Asterix und Obelix. Was soll’s. War ja auch in Frankreich. 🙂

Zurückhaltung am Meer? Schwierig. Wenigstens mit den Füßen wollten wir ins Salzwasser. Gut, dass niemand hören kann, was meine Kinder mich alles gescholten haben, weil der Rucksack mit den Badesachen im Auto geblieben war. Ab Biarritz beschlossen wir außerdem, dass Supermarktessen toll ist und wir  uns gern selbst versorgen. Eine gute Entscheidung.

Das letzte Foto zeigt ein Hochzeitsgeschenk, schließlich waren wir auf dem Weg zur Hochzeit meines Bruders. Wenn Geldgeschenke angesagt sind, finde ich das Design immer etwas schwierig. Weil ich gerne falte, gabs ein Buch mit Blüten. Und zwar keine falschen!

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This time we went from Libourne to Biarritz, if you want to follow us on a map. We loved Biarritz, it’s so old fashioned, classy and nostalgic. The boys loved the ocean most, I guess, no wonder. I decided to love French supermarkets. What a choice of great food!

Im Hochzeitsmodus – Weddings going on

Wie immer ist der Sommer die Zeit im Jahr, die mir vollkommen durch die Finger gleitet. Was im Januar noch so weit weg scheint, stürmt nun auf mich ein und ich kann kaum Luft holen.

Diese Woche habe ich begonnen, mich auf eine Hochzeit vorzubereiten. Mein Bruder heiratet in den Sommerferien in Spanien und meine Mädels dürfen Brautjungfern sein. Die Braut wünschte sich weiße Kleider für die Mädchen und nun bin ich am nähen.

Natürlich gibt es nur Upcycling in diesem Haus, es mussten also jede Menge alter Bettlaken und ein Spitzenvorhang herhalten. Den Vorhang mag ich wirklich gern, ich habe mir schon letztes Jahr ein Kleid daraus genäht. Dieses Mal sind die Mädels dran. Zugeschnitten sind beide Kleider, genäht ist im Moment nur Charlottes .

Die Jungs brauchen noch graue Hosen und eigentlich sollte ich ein buntes langes Abendkleid haben, nachdem schwarz auf der Hochzeit verpönt ist. Ihr seht, es gibt Arbeit im Hause und das parallel zur Mahd und zur Kirschenernte. Habe ich schon erwähnt, dass ich wahnsinnig werde?

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It’s again a very busy time of the year. Although, there’s always a lot going on around here. We are invited to my brother’s wedding in August and hence my girls, who will be bridesmaids, were asked to wear something white. Yes, I can. I took some old linen and curtains and then made one dress. One. Well, I need two. And pants for the boys and an evening gown for that old girl…… Which means a lot of work besides my orchard, the shop, the cherries and school…..

Fingerspiel – Play With Fingers

Na? Wieder mal eine leere Spule Geschenkpapierband? Wohin damit? In den Müll?

Es geht einfacher und besser: Auffüllen. Womit? Na, wieder mit Geschenkpapierband. Aus Papier. Das ist eine Arbeit für einmal Kaffeetrinken pro Spule. Also einfach.

Another empty spool of a gift wrap? Another piece of trash? Don’t do it. Make it better. Make it yourself. One coffee, one spool. It’s simple.

So geht’s: Ihr nehmt eine alte Zeitung Eurer Wahl (mit anderem Papier habe ich es noch nicht probiert) und schneidet ein paar Seiten gleichzeitig (Schere oder Papierschneider) in ca. 1,5 cm breite Streifen. Der Clou: Ihr schneidet quer zur Leserichtung. Am besten, Ihr seht die Fotos an.

Wenn man dann ein Papierstreifenende festhält und das andere zwischen den Fingern zwirbelt wie eine Kordel, dreht sich das Band wie von selbst. Vielleicht knautscht Ihr das Papier ein bisschen, damit es einfacher geht. Es ist wie beim Spinnen: Zu fest gehalten und es entsteht ein starker Drall. Ihr wollt einen neuen Streifen anfügen? Dann einfach nur die zwei Streifen übereinanderlegen und ca. 5 cm parallel verzwirbeln. Kein Kleber, kein Müll, nur Fingerarbeit an einem Nachmittag. Still und leise und am Ende habt Ihr originelles Geschenkband….. Probiert es aus!

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Take your old newspaper and cut it into 1,5 cm wide strips. Watch the pics to do it in the right direction! Then hold one end of the strip in your hand and start spinning the other one. You will have a paperthread in no time. At the end of one strip, just add the next one and spin those two together for a while. No glue, no trash, just fingers and coffee….. Try it!

Frühlingserwachen im April – Spring Wakens

Ich sag mal so: Wenn ich abends sitze und meinen Post vorbereite, frage ich mich ernsthaft, was ich eigentlich die ganze Woche so getrieben habe. Tatsächlich habe ich nicht immer eine Kamera dabei, aber manchmal möchte ich doch etwas festhalten. Zum Beispiel die Taufkerze, die ich für eine Kundin gemacht habe. Ein Baby ist geboren und das berührt mich immer wieder. Ich kann mich noch so gut erinnern, als ich selbst eine Taufkerze brauchte. Vier Mal, um genau zu sein. Heute sind die, die ich mache, um ein Vielfaches schöner als jene, die ich damals gebastelt hatte. Übung macht die Meisterin. Alles Gute, neuer Erdenbürger.

Whenever I sit down to prepare a post I get the feeling I didn’t do anything. As I don’t always take a camera with me, only sometimes pictures show my work. Like that candle I made for a newborn baby. I love babies, it’s a long time since I’ve held one. Good luck, new baby.

Dafür herrscht in der Werkstatt Chaos, die Skulptur für die Arztpraxis wächst und ich habe Mühe, all die PET-Flaschen irgendwoher zu kriegen, vor allem farblose. Blöd, wenn man auf Zero Waste steht…..

On the other hand, there’s lots of chaos in the studio. With a PET sculpture growing with no PET bottles in that house. I try to live somewhat  zero waste, but usually can’t make it. Hence I have to find bottles. Luckyly, they get thrown away. Always.

Und schließlich: Der Frühling ist da, mit aller Macht und aller Kraft. Die meiste Zeit waren wir draußen. In meinem Garten wächst ein neuer Gemüsegarten und auf den Wiesen beginnt die Obstbaumblüte. Kuckt mal, was meine Kinder auf der Wiese sehen, sie haben sich mein Handy zum Fotografieren genommen. Ich Banause habe nur meinen Rhabarber fotografiert, glaubt Ihr das? KInderaugen sehen andere Dinge und manchmal sind nur sie fähig, den Zauber der Natur einzufangen. Wir haben Kartoffeln und Zwiebeln gesetzt und Brennholz zum Trocknen gehackt. Und Freunde beim Vorbeigehen getroffen. Und Schnittlauch und Löwenzahn gesammelt. Nächste Woche ist Spitzwegerich dran….

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And then: The orchard! It’s awake again and I sometimes forget how beautiful it is out there when the trees just blossom. Now it’s cherries and peas, apples and plums still to come, not to speak of walnuts. I discovered my rhubarb had survived and my girls got the mobile phone for taking pictures and playing. Kids‘ eyes see things differently, don’t they? We put in potatoes and onions. I need more space, I guess.

Und wieder ein Projekt – Rainbow Colors Project

Im Moment steht die Welt Kopf – manchmal les ich schon die Nachrichten auf dem Handy, weil ich gar nichts mehr mitkriege. Dafür bin ich fest am schaffen und in meiner Werkstatt entsteht eine neue PET – Skulptur. Sie wird eines Tages in einer Arztpraxis hängen und mein Kunde wollte sie gern in Blau, Rot und Gelb. Tja. Damit fängt die Arbeit an. Nicht, dass blaue PET-Flaschen ein großes Problem wären, da habe ich ja den PET – Dealer meines Vertrauens, der in seiner Arbeit kein sauberes Trinkwasser hat.

Aber Rot und Gelb? Muss ich färben. Also putze ich wieder mal PET – Flaschen. Und färbe sie. Und lasse sie trocknen. Und zerschneide sie. Und putze sie. Und färbe sie. Und lasse sie trocknen. Und zerschneide sie. Wie ein seltsamer Walzer, merkt Ihr das?

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Right now everything’s just upside down. Sometimes I read the news on my mobile phone because I work to much to watch them on TV. I have a new PET-sculpture order which I want to deliver asap to a practitioner’s house. But he wants it in blue, red and yellow. Blue – no problem. But red and yellow: Lots of dying and drying and cutting and cleaning and dying and drying and cutting and cleaning and – you get it?

Ferienprojekt für die Finger – Something to do for my fingers

Was macht man in den Ferien, wenn die Termine sich in Grenzen halten? Ich arbeite vom Schreibtisch aus und kann beschliessen, mal etwas später anzufangen. In den Ferien mache ich das, damit ich mit meinen Kindern frühstücken und noch etwas auftanken kann. Eigentlich habe ich bunte Leseecken von der hübschen Titelseite eines Wollkatalogs machen wollen. Habe ich dann auch gemacht, doch es blieb etwas Verschnitt übrig. Viel zu schade, um die schönen Schnipsel wegzuwerfen, dachte ich und machte klitzekleine Christbaumkugelohrhänger draus. Und eine Kette nach dem gleichen Prinzip.

What to do when in the easter holidays there is not much to do? As I work from home I decided  to make some jewellery. I had some left over paper from a catalogue and made those tiny christmas ornaments  – only that they are to be worn in ears, not on trees. I liked them so much that I made somemore plus a necklace. You only need some paper stripes, beads, hooks and wire.

Ihr braucht: Schmuckdraht, Wachsperlen, Ohrhaken und Quetschperlen. Die Kette habe ich mit einem benutzerfreundlichen Magnetverschluss geschlossen. Ein paar Ohrringe war für mich, zwei für meine Mädels, eins für eine Freundin. Ende Gelände und so viel bunte Osterfreude mit Weihnachtsschmuck!

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