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Mary Karlin: Das große Buch vom Fermentieren. Grundlagen, Anleitungen und 100 Rezepte.

Aus Liebe zum Essen

Tatsächlich war mir nicht bewusst, wieviele fermentierte Lebensmittel ich in der Woche zu mir nehme. Der passionierten Köchin und Autorin Mary Karlin, gebührt die Ehre, mir bewusst gemacht zu haben, was da jeden Tag auf meinem Tisch landet. Das große Buch vom Fermentieren ist kleiner als man denkt, steckt aber voller Überraschungen. Und macht auch deutlich, dass man sich nun auf ein biochemisches Abenteuer einlässt.

Tendenziell fällt mir zum Thema Fermentieren nur Sauerkraut ein. Das ist nicht negativ gemeint, denn ich mag Sauerkraut wirklich. Aber damit endet auch mein Wissensstand. Tatsächlich ist Fermentieren viel mehr. Im Endeffekt ist es eine Art des kontrollierten Verwesens, so dass Lebensmittel durch bestimmte Pilze und Bakterien für eine gewisse Zeit haltbar gemacht werden, in dem ein Gärprozess in Gang gesetzt wird.

Willkommen in der Hexenküche

Mary Karlin erläutert in einem ersten Teil Grundregeln und Grundausstattung beim Fermentieren und schnell wird klar, dass man ein kleines Küchenchemielabor benötigt. Die Utensilien am besten aus Edelstahl, damit sie keine Bakterien annehmen, alles immer sauber und hygienisch, die einzelnen Produkte voneinander getrennt, damit sich die Bakterien nicht kreuzkontaminieren. Gar nicht so einfach.

Trotzdem gelingt es Karlin im Buch gut, schwierige und einfache Methoden zu zeigen, also für die unterschiedlichsten Stufen des Ehrgeizes Projekte vorzustellen. Fermentiert wird alles: Gemüse (Sauerkraut, Kimchi, Oliven…), Getreide (Sauerteig, Bier), Milch (Joghurt, Käse), Tee (Kombucha), Fleisch (Wurst, Corned Beef), Hülsenfrüchte (Sojasauce, Tofu….) und Fisch (Worcestersauce). Das Beste ist natürlich, dass am Ende mit den fermentierten Lebensmitteln auch noch gekocht wird, das erspart einem die komplizierte Suche nach Rezepten.

Alte Küchentradition neu zum Leben erweckt

In jeder Kochkultur wurde immer irgend etwas fermentiert. Ich kenne natürlich Sauerkraut und Sauerteigbrot, aber auch Joghurt, Wurst und Käse konsumiere ich. Joghurt stelle ich bereits selbst her, Käse, vor allem Frischkäse, immer wieder. In meinem Alltag funktionieren am besten schnelle Rezepte. Tendenziell gilt: Fermentieren ist nicht schnell. Ich sehe es an meinem Apfelessig. Wer also sich die Zeit nehmen kann, auf Vorrat zu produzieren, der wird hier seine reine Freude haben. Mein erster Apfelessig ist nun nach drei Monaten trinkfertig und ich freue mich jeden Tag darüber.

Gerade weil der Prozess aufwändig ist, lohnt es sich, auf gute Lebensmittel Wert zu legen. Ich fermentiere also nur, was ich selbst geerntet habe. Das macht die Auswahl leichter. Dieses Jahr gibt es Apfelessig und das Sauerkraut steht auf der To-Do Liste ganz oben. Joghurt mache ich am liebsten aus der guten Milch vom Bioladen und Käse gibt es nur als Frischkäse. Sojasauce würde mich ja sehr interessieren, aber ich habe keine Sojabohnen. Karlins Buch ist auch eines für den langen Atem. Es wird im Bücherregal stehen und immer wieder hervorgeholt werden. Toll finde ich auch ihren Ansatz, ohne Reste zu kochen. Mit Resten vom Sauerteigbrot wird also Joghurt fermentiert, Molke wird zum Saucenkochen benutzt. So bleibt nichts übrig und man ehrt damit auch die eigene Arbeit. Karlin hat mit Das große Buch vom Fermentieren einen absoluten Gegenentwurf zur aktuellen Schnelllebigkeit verfasst und wer sich den Inhalt aneignen will, wird auf jeden Fall entschleunigen müssen.

Titelangaben:

Mary Karlin: Das große Buch vom Fermentieren. Grundlagen, Anleitungen und 100 Rezepte.

Aus dem Amerikanischen von Claudia Theis-Passaro.

Aarau: AT- Verlag, 2015. 256 Seiten. 26,95 EUR.

DUDEN Lesetrainer und Verlosung

Weber, Annette: Mit Paul ins Abenteuer Schule. Lustiges Lesetraining.

Leserätsel für Zweitklässler

Ich bin eine gesegnete Mama. Zwei Mädchen habe ich bereits durch die Grundschule begleitet und hatte das große Glück, keine Ahnung von der Schule haben zu müssen. Beide haben selbständig alle Aufgaben erledigt, extra Üben war nie notwendig. Weshalb ich trotzdem von DUDEN Mit Paul ins Abenteuer Schule. Lustiges Lesetraining bespreche, sage ich Euch gleich.

Welch ein Segen ein selbstständiges Kind ist, wissen alle, die es anders erlebt haben. So wie ich bei meinem ersten Grundschuljungen. Plötzlich wird alles interessant, was mit Grundschultraining zu tun hat. Wenn Mathe Spaß macht, weil es schnell geht und das Kind – typisch Mann – dabei nicht zu sprechen braucht und alles, was mit Lesen und Schreiben zu tun hat, mühsam ist, überlegt eine Mama bald, wie sie ihrem Kind helfen kann.

Etwas schwierig

Sagen wir es so, das Lesetraining empfinde ich teilweise noch als etwas schwierig. Ich frage mich, ob es wichtig ist, dass Kinder, unabhängig von den durchgehend netten Geschichten, Wörter wie »Alabaster« in der zweiten Klasse schon kennen, oder ob es einen Leseschüler nicht eher verwirrt, sich dann auch noch mit Worterklärungen auseinandersetzen zu müssen. Ich weiß auch nicht, ob Zweitklässler Bücher in Kategorien wie »Sachtexte«, »Liebesgedichte«, »Briefe« etc. einteilen können müssen, um ein grundlegendes Textverständnis zu erwerben.

Die Geschichten an sich sind spannend und nett aufgebaut und es ist für alle etwas dabei. Eine Detektivgeschichte, Geschichten von Freundschaft und von der Natur, Geschichten über Zauberei und Musik, und Geschichten über Experimente oder historischen Begebenheiten. Alle werden gleichzeitig gelesen und bearbeitet. Rätselfragen, Multiplechoice – Fragen, Textverständnisaufgaben und Ausmalbilder wechseln sich ab, so dass man auf verschiedensten Leselevels Verständnis sichern kann. Hier war die Autorin sehr kreativ und hat den Band wunderbar abwechslungsreich gestaltet.

In kleinen Happen servieren

Der Aufbau in einzelnen Kapiteln ermöglicht es, den Lesetrainer langsam durchzuarbeiten. Ich habe bemerkt, dass mein Junge schnell ermüdet, wenn er zusätzlich zum Textlesen auch noch die Übungen machen soll. Letztendlich steht auf jeder Seite oben ein Stück Text, darunter die dazugehörigen Fragen. Mein Großer hat keine ganze Geschichte auf Anhieb geschafft. Vielleicht hätte man die Geschichten noch besser in einzelne, abgeschlossene Kapitel aufteilen müssen? Schließlich muss man bedenken, dass ein Zweitklässler, bevor er den Lesetrainer in die Hand nimmt, im Normalfall schon Hausaufgaben usw. gemacht hat.

Was mich etwas anödet ist die Tatsache, dass ich sowohl im Lesetrainer als auch in den Übungsblöcken Druckfehler gefunden habe. Liebe DUDEN-Redaktion, bitte bessert das aus. Ich habe ein mulmiges Gefühl dabei, ausgerechnet von DER Institution der deutschen Rechtschreibung fehlerhafte Exemplare in den Händen zu halten. Oder wandert Tim auf Seite achtundvierzig wirklich durch »stille Täter«? Die Leserätsel auf dem Übungsblock sind übrigens wirklich toll. Sie sind kurz, knackig und ideal zum Üben zwischendurch, auf Reisen etc. Ich finde die Übungsblöcke fast besser als das Buch. Deswegen gibt es die auch als Verlosung auf dem Blog: bitte bei Interesse einfach einen entsprechenden Kommentar an mich, ich melde mich dann und versende die beiden Übungsblöcke »Leserätsel« und »Englisch«. Einsendeschluss ist der 12.12.16.

Titelangaben:

Weber, Annette: Mit Paul ins Abensteuer Schule. Lustiges Lesetraining.

Berlin: DUDEN Verlag 2016, 64 Seiten. 9, 99 EUR.

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Weihnachtswahn – Christmas Madness

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Jetzt beginnt er wieder, der Weihnachtswahn. Während meine großen Kinder noch ein bisschen brauchen, bis sie in Stimmung sind, stürzt Jakob sich ins Dekofieber und wirbelt mit seinen Ideen alles durcheinander. Manchmal aber passt es. Wenn er zum Beispiel beschließt, dass die Papierlampions auch schön am Fenster aussehen.

Christmas Madness has begun. While the older kids need some more time to get into the rhythm of jingle bells, Jakob is in the midth of it and digging deeper. Sometimes, his decorative ideas are perfect.

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Und endlich kleben auch die Papiersterne da, wo sie sollen, nämlich am großen Küchenfenster. Ob wir noch ein paar mehr schaffen?

And all those paper stars are finally fixed on the window. Maybe we make some more?

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Am nettesten aber ist, dass meine Kinder spontan meine Werkstatt wieder entdeckt haben. Weil ich für den Förderverein der Schule Kurse gebe, stehen viele Laubsägen am Tisch und Schleifpapier und und und. Und jedes einzelne meiner Kinder schleicht sich hinein, um irgendetwas auszusägen. Mit Vorliebe wird mit Glitzer dekoriert, was den Glitzerverbrauch dieses Jahr deutlich erhöht und auch mein Haus umfärbt. Das Klo glitzert, die Küche, alle Kinder…..

Es weihnachtet! Auf damit zu Frollein Pfau und Allie&Me!

Most of all I love meeting them in my studio. I give courses for elementary school kids and my kids found the saws and wood and glitter. Oh my. Everything is full of dust and glitter, most of all, Jakob. And the Kitchen. And the toilet. And my living room. Everything. Glitter……

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Aus meiner Werkstatt – In My Studio

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Es war so unendlich viel Arbeit, jetzt ist mein diesjähriger Adventskranz fertig. Das Gute daran: er bleibt mir lange. Denn nach Weihnachten werde ich ihn vorsichtig einpachen und nächstes Jahr wieder vorsichtig auspacken. Und ich habe nächstes Jahr im Advent eine Arbeit weniger. Diesmal habe ich nicht Papier klein geschnitten und rumgewickelt, sondern Blüte für Blüte und Schnecke für Schnecke gedreht und mit Heißkleber angeklebt. Das gibt mir die Freiheit, die Dekoration so einzubauen, dass der Kranz aus einem Guss wirkt. Um ihn zu schonen, kommen die Kerzen ins Glas in der Mitte, das ich mit Bucheckern und buntem Kies gefüllt habe. Das Tropfwachs entferne ich nach Weihnachten und nächstes Jahr fallen wieder Bucheckern vom Baum, die ich dann in den Kranz stecke. Ich mag ihn sehr.  Es ist meine zweite Papierkranzsaison und ich könnte nicht zufriedener sein.

Verlinkt mit: Creadienstag, Gusta, Pamelopee, Meertje, HoT, Dienstagsdinge, HappyRecycling und Weihnachtszauber!

It was so much work. And now, my Christmas Wreath for this year is done. It will stay with us for a long time, because I can pack it up and unpack it next year. Which makes one task less next december. For this wreath, I decorated each single snail and flower. Which makes the decoration more complicated but also more elaborated. The candles are stuck into a glass with pepples and beech nuts. Keeps the wreath safe and is beautiful nonetheless. It is my second season with a paper wreath and I just love it.

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Neu Gelesen

Florencia Campos Correa: Minis Weben mit dem Pin Loom.

Kleinkariert

Florencia Campos Correa liebt das Weben. Die Industriedesignerin hat ein Kindheitshobby zum Beruf gemacht. Das muss man sehen und respektieren wenn man sich Minis Weben mit dem Pin Loom zu Gemüte führt. Für alle, die gerne einfach zum Zeitvertreib Handweben möchten auf einem sehr kleinen Rahmen, ist das Buch genau das Richtige. Für mich, als Upcyclerin und Mama in permanenter Zeitnot bietet der Pin Loom nichts Positives.

Mein Haupteinwand: Pin Loom Weben scheint schon immer sinnlos gewesen zu sein. In einem historischen Abriss gewährt Correa Einblick in die Entwicklung des Pin Loom Webens, das vor allem in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts sehr beliebt war. Aber schon damals wusste niemand so recht etwas anzufangen mit den kleinen Flicken, so dass sie zu Patchworkdecken und Babymode verarbeitet wurden. Mit dem zweiten Weltkrieg geriet der Loom in Vergessenheit.

Vergessen und wieder ausgegraben

Zurecht, sag ich mal, denn ich verstehe nicht, weshalb etwas so Überflüssiges wiederbelebt werden muss. Wer eine kleine Handarbeit für Zwischendurch sucht, könnte ja auch häkeln, stricken, sticken. Denn dafür, dass die Minis zu nichts nutze sind, ist die Weberei ganz schön anstrengend. Gewebt wird auf einem kleinen Rahmen, auf dem Nägel in Dreiersystem angeordnet sind. Je nachdem, wie später die Farben um die Nägel gewickelt werden, ergeben sich andere Muster.

Man erkennt, wie gern und gut Correa webt, denn der Part über Mustervariationen ist bei weitem der Ausführlichste im Buch. Und die Muster sind schön und kunstvoll. Je nach Garnqualität, Farbe und Dicke sind die Ergebnisse sehr unterschiedlich. Es wird der Kettfaden in drei Lagen aufgebracht, die genau abzuzählen sind. Der Schussfaden webt dann einfach zwischen durch. Wenn man bedenkt, dass zum Vorbereiten ein ebener Untergrund und gute Beleuchtung notwendig sind, ist das Weben ganz schön aufwändig.

Kompliziert und kurz

Jedes Muster erhält eine detaillierte Webanleitung. Je nachdem, wie oft gleichmäßig gewebt wird oder wann über oder unter den Kettfäden durchgewebt wird, ergeben sich unterschiedliche Muster. Verzählen darf man sich genau so wenig wie bei komplexen Strickmustern. Die Muster sehen alle toll aus, doch ist ihnen gemeinsam, dass sie aufgrund der Webtechnik, mit Wolle zu weben, relativ grob und locker gewebt sind. Das muss nicht immer gut aussehen.

Ich finde es schwierig, dass Correa zwar so viele schöne Muster zeigt, aber ihr am Schluss herzlich wenig einfällt, was damit anzufangen wäre. Die Werkstücke enden in allem, was eckig ist: Decken, Handyhüllen, Taschen, Kissen, Ponchos. Bedenkt man, wie viel Arbeit so ein einzelner Mini ist, häkle ich tausendmal lieber Grannysquares, denn das optische Ergebnis ist jedesmal eher ernüchternd, selbst bei einer professionellen Weberin.

Titelangaben:

Florencia Campos Correa: Minis Weben mit dem Pin Loom.

Münster: LV-Buch, 2015. 144 Seiten. 16,95 EUR.

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Auf meinem Tisch – On my Table

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Selbst ist das Kind. Und wer Weihnachtsgeschenke machen will, darf sich selbst ein bisschen kümmern. Als letzte Woche eine große Weihnachtskiste von BakerRoss ankam, haben sich meine Kinder wirklich gefreut. Und meinen Esstisch für zwei Stunden in eine perfekte Weihnachtswichtelstube verwandelt. Für die Jungs waren diesmal genügend einfache Bastelsachen dabei und endlich klebt der Moosgummi auch mal da, wo er soll, und nicht irgendwo im Haus! Jakob war besonders fleissig, seine kleine Vogelfamilie durfte ich deshalb gleich fotografieren. Alles andere ist noch im Entstehungsprozess und wird uns wohl noch ein paar Tage Freude machen.

Auf damit zu Frollein Pfau!

Well, the making has begun. And if those kids want to give self mades, they have to take care of that. Hence they were more than happy to get a BakerRoss box last week and they turned my table into a studio for two hours. Even the boys had enough easier crafting sets to work with and Jakob was very busy. I was allowed to take pictures of those birdies, everything else has yet to be made and will guarantee more days of joy.

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Aus meiner Werkstatt – In my Studio

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Oh Gott, der erste Advent steht vor der Tür. Nicht, dass ich es nicht geahnt hätte, dass nach November Dezember folgen muss, aber so schnell?

Also: ran an den Papiervorrat und Adventskränze gemacht. Dieses Mal zum Hängen oder Legen und ein bisschen schneller im Verfahren. Aber zuallererst musste ich mir einen Rohling drehen.

Dafür braucht Ihr jede Menge Zeitungen, die diagonal aufgerollt werden in der Dicke, die Ihr haben wollt. Wenn Ihr sie mit Nassklebeband umwickelt, erhaltet Ihr schnell einen Kreis. Der muss mindestens zwei Tage trocknen.

Well, winter is almost here and I have to get started on seasonal decoration. Now. 

Hence I again worked on that paper stash and made Christmas wreaths. This time for hanging or laying and with a quicker way of decorating it. But first, you have to make a circle out of paper.

For that you take a lot of newspapers and roll them to a circle. Wet tape will glue it perfectly together, but you have to make sure to let it dry for at least two days.

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Dann braucht Ihr jede Menge alter Prospekte. Ich schneide sie mit der Schneidemaschine in ca. 10 cm breite Streifen. Immer mehrere Papierlagen übereinander, schneide ich die Streifen mit der Schere ein, in ca. 5 mm Abstand. Das gibt hübsche Fransen.

Then take a lot of magazines or ads and cut them in stripes of 10 cm width. Then cut again with scissors, in 5mm distance and make sure not to cut the stripe through. Thats for your fringes.

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Streifen für Streifen wird dann an den Papierrohling geklebt, den nächsten Streifen klebt Ihr immer nur ein paar Milimeter unter den alten. So wird der Kranz schön dicht.

Now glue the stripes to the papercircle. Glue them close together, that makes the wreath look more real.

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Das dauert einigermaßen lange. Geht aber schneller, als einzelne Elemnte zu fertigen und aufzukleben.

It takes some time.

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Wenn der Kreis geschlossen ist, wirkt der Kranz für sich. Ich habe ihn also nur noch sehr schlicht dekoriert, z.B. mit ein paar Pinienzapfen. So und nun darf er aus der Werkstatt in den Laden wandern.

Und zu Creadienstag, HappyRecycling, Gusta, Dienstagsdinge, Meertje, HoT, Allie&Me und Pamelopee.

When done, decorate the wreath as you like. I don’t need a lot, maybe a pine cone or two…..

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Neu Gelesen

Epipa: Wintertraum & Strickzauber. Accessoires, Deko und Geschenke stricken.

Wo bleibt der Schnee?

Sascia von www.epipa.blogspot.de ist wie eine perfekte Kopie von mir selbst. Viele Kinder, ein Haus auf dem Land und eine profunde Liebe zur Handarbeit. Deshalb passen ihre Entwürfe aus Wintertraum & Strickzauber auch so perfekt zu meiner handgesponnenen Wolle. Wie gesagt, ich fühle mich gespiegelt. Nur in schöner, schlauer, begabter, definitiv ordentlicher und wahrscheinlich auch mit einem viel harmonischeren Familienleben.

Die Muster von Sascia sind alle wunderschön. Vor allem für mich, die ich tausendmal lieber einfarbig stricke anstatt mit achtzig Knäueln zu hantieren. Und Strukturmuster mochte ich schon immer. Und ja, sie wirken am besten in naturfarbener Wolle. Wie meinem handgesponnenen Garn. Sag ich doch. Die Fotografien im Buch, von der Edition Michael Fischer liebevollst umgesetzt, versetzen mich in ein winterliches Märchenland, das wenig mit der Matschepampe draußen in meinem Garten zu tun hat.

Kleine Sachen für den schnellen Strickhunger

Natürlich vermisse ich ein bisschen die großen Würfe. Voluminöse Jacken, in die man sich einrollen kann. Andererseits: habe ich das alles längst. Und kleine Dinge kann ich viel besser verschenken. Ich hätte wahrscheinlich für die Zopfmustermützen keine Anleitung gebraucht, bin aber sehr dankbar für alle Handschuhanleitungen. Fingerhandschuhe stricken kann ich nämlich nicht so gut. Die Entwürfe sind ideal für ein Mamaleben, denn ich stricke hauptsächlich, während ich in der Musikschule oder im Turnen auf eins meiner Kinder warte.

Also: maximal zwei Knäuel Verbrauch. Nervig finde ich am Buch (wie an jedem einzelnen Strickbuch), dass die ersten dreissig Seiten für allgemeines Blabla draufgehen (Maschenanschlag etc. ) . Aber gut. Dann geht es gleich los mit einer Stola, die hübsch ist, aber über einer noch hübscheren Jacke im steirischen Muster hängt. Schon wieder, denkt ihr jetzt, aber vielleicht ist das nur ein kleiner Hinweis für Sascia. Jacken!!!!!

Von zart bis voluminös

Es folgen eine zarte und schlichte Clutch, ein umwerfend niedlicher Kinderpulli (Oh Gott, Jakob ist zu groß dafür), meine bereits erwähnten wunderschönen Fingerhandschuhe, Mützen und Fäustlinge, Kleine Schals, Jungspullis (und wieder eine Strickjacke von atemberaubender Schönheit, es ist eine Frechheit!) und dann die rustikaleren Sachen wie Stulpen im Zopfmuster (toll, meine Mädchen werden sterben, wenn sie sie sehen), ein Dreieckstuch für Jungs und Männer, fingerlose Handschuhe und ein Hoodie.

Das Kapitel für Deko und Geschenke ist auch sehr nett, kann aber mit den tollen Strickmustern des ersten Teils nicht mithalten. Außerdem habe ich Wolle gern am Körper und nicht als Cookiesäckchen. Dennoch ein rundherum gelungenes Handarbeitsbuch für den Winter, das Lust aufs Arbeiten macht und mich definitiv morgen ans Spinnrad locken wird. Ein großes Lob auch an den Fleiß der Strickerin, denn mit feiner Wolle Strukturmuster zu stricken, dauert wirklich lange und erfordert ein gutes Gedächtnis und ein ordentliches Strickbild. Das kommt nicht von heute auf morgen, da war jemand schon sehr lange fleissig. Da freue ich mich doch schon auf ein Buch über tolle Pullover und Jacken!

Titelangaben:

Epipa: Wintertraum & Strickzauber. Accessoires, Deko und Geschenke stricken.

Igling: Edition Michael Fischer, 2016. 112 Seiten. 16,99 EUR.